Panik auf Funkotron!

Das vielleicht Beste aus 2024

Ein Jahr für den History Eraser Knopf aus der Ren & Stimpy Show. Zumindest was Weltgeschehen und Politik angehen. Persönlich lief immerhin alles ganz gut bis super. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Qualvoll aber zuletzt.

Ich breche dieses Jahr meine gewohnte Struktur der Bestenlisten auf und führe dafür meine Highlights des Jahres in Zahlen auf:

29 Videospiele habe ich dieses Jahr durchgespielt. Das waren etwas weniger als letztes Jahr (38) und passt zu meinem Gefühl, dass ich viele Spiele angefangen habe, die mich dann aber nicht bis zum Ende fesseln konnten. Mein meist gespieltes Spiel war laut diversen Recaps erstaunlicherweise immer noch No Man’s Sky. Gefühlt war es allerdings Ghostwire, das ich dieses Jahr erneut angemacht habe und nochmal locker über dreißig Stunden investiert habe. Mein Favoriten waren 3030 Deathwar Redux, Devil Blade Reboot, Deep Rock Galactic: Survivor und Pacific Drive. Meine größten Enttäuschungen waren der Microsoft Flight Simulator 2024, der technisch im Vergleich zum Vorgänger einfach blamabel performte und Star Trucker, was eigentlich mein Spiel des Jahres hätte sein sollen, aber irgendwer dachte sich, Survival Elemente wären eine gute Idee in einer Truck-Simulation. Spoiler: Sind sie nicht.

Der Tokyo Tower bei Nacht im Spiel Ghostwire. Umgeben von einem dunklen Tornado.

51 Serienstaffeln haben wir dieses Jahr beendet, wobei wir einige Serien wie Generation Kill und die kompletten vier Staffeln von Die Brücke bereits in der Vergangenheit geschaut haben und einfach nochmal Lust auf einen Rewatch hatten. Mein Favorit unter den Erstsichtungen war klar The Diplomat. Wir haben dank VPN außerdem endlich die fünfte Staffel von Fargo nachholen können, die mir auch sehr gut gefallen hat.

Lediglich 33 Filme haben wir 2024 geschaut. Der Abwärtstrend aufgrund unseres Serienkonsums und dem sich langsam erst wieder läppernden Indie-Kino hält weiter an. Mein Favorit war der großartige Love Lies Bleeding von Rose Glass. Meine größte Enttäuschung war wohl Joker: Folie à Deux, dessen durchaus geniale Quintessenz die qualvollen restlichen 120 Minuten für mich nicht gerechtfertigt hat.

26 Bücher habe ich gelesen beziehungsweise auf dem Arbeitsweg gehört. The Book of Doors war dabei definitiv mein Buch des Jahres.

Sechs Spiele habe ich im Laufe des Jahres auf Itch veröffentlicht. Darunter ein Bingo Shmup, einen Game Jam Beitrag auf den ich sehr stolz bin und meine Mini Space Sim Hauler. Ein Herzensprojekt an dessen Nachfolger ich aktuell mit Hochdruck und viel Freude arbeite: Hauler64 bekommt dann all die Dinge, die bei der PICO-8 Version nicht mehr reingepasst haben.

Screenshot von Hauler64: Ein kleines Pixelraumschiff fliegt durch einen blau gehaltenen Weltraum an drei Sonnen vorbei.

109 Beiträge habe ich Stand heute 2024 für dieses Blog geschrieben. Das waren etwas mehr als im Vorjahr (95). Die Journal-Methode zahlt sich offenbar aus.

Wir wollten dieses Jahr versuchen, immer wieder Sonntags ein Brett- oder Kartenspiel nach dem Frühstück zu spielen. Wir haben insgesamt zwei Spiele gespielt. Da ist noch Luft nach oben.

403 Kilometer habe ich trotz bescheidener Wetterlage auf meinem neuen Victoria Scalyo 3 Jobrad zurückgelegt, das Ende des Jahres unser VanMoof X3 ersetzt hat. Der Tausch ergab zwar kein Level Up in Sachen Style, dafür ist es im Alltag aber deutlich praktischer. Vor allem wegen der etwas dickeren Reifen, die all die schlechten Fahrradwege auf meinem Arbeitsweg etwas erträglicher machen.

Lediglich zwei neue Apps habe ich dieses Jahr dauerhaft in meinen Alltag aufgenommen. Mit atWork trackte ich dieses Jahr erstmals meine Arbeitszeiten und dank Silvio Rizzis neuem Reeder habe ich mein Lese- und Hörverhalten in Sachen Feeds und Podcasts komplett umgekrempelt. Bei atWork fehlen mir einfach noch schlankere Alternativen. Beim neuen Reeder möchte nie wieder zurück.

Nur eine neue Hardware zog dieses Jahr bei uns ein: Der kompakte Roland P-6 Sampler. Und sampeln hat noch nie soviel Spaß gemacht. Direkt über Line-in, zuhause am Schreibtisch oder irgendwo unterwegs. Ich habe bereits ein paar hübsche Beats damit gebastelt. Vielleicht komme ich 2025 auch mal wieder dazu über eben diese zu rappen.

Der Roland P-6 Sampler. Ein kleines Stück Musikhardware mit Pads, Drehreglern und einer kleinen LED-Anzeige.

239 Songs habe ich zu meiner Apple Music Bibliothek hinzugefügt. Mein Favorit war das Album der Dead Players, das erschien zwar erst im Oktober, lief dafür aber seitdem in Dauerschleife.

Ich war lediglich auf drei Konzerten in 2024: Paula Carolina war großartig und auch The Moth waren wieder toll. Bei den Fantastischen Vier, eigentlich eher nicht meine Musik, bin ich eingesprungen, weil jemand absprang. Arena Konzerte sind aber einfach nicht meins. Für März und April 2025 habe ich jetzt ebenfalls schon drei Konzerttermine. Es wird also hoffentlich noch mehr.

1294 Karten habe ich dieses Jahr im Pokémon Trading Card Game aus Booster-Tütchen gezogen. Die letzte gute war die animierte Celebi Ex Karte.

Mehr fällt mir gerade nicht ein. Reicht aber auch.

Alerta, alerta, antifascista! ✊

ansage

⬅ Vorheriger Beitrag
Weltraum, Schwerelosigkeit (logisch) und Mutanten

Nächster Beitrag ➡
Die Zwerge haben zu tief gegraben