Endlich ein passender Dungeon Crawler, Ray Tracing vor die Säue und eine Ode an den zivilen Ungehorsam
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Gefühlt bin ich seit vier Tagen nonstop unterwegs und komme nur kurz zum Schlafen nach Hause. Und die Woche startete auch noch mit einer Mammutsitzung bei meiner Zahnärztin, die einfach mal zwei Zähne, einer links einer rechts, gleichzeitig überkront hat. Sehr effizient aber leider auch super anstrengend. Da kommt mein wöchentlicher Journal-Eintrag leider etwas zu kurz und ausnahmsweise mal einen Tag später. Trotzdem oder teilweise auch wegen den ganzen Verabredungen kam der Medienkonsum zum Glück nicht zu kurz.

Die Kalorien der Woche waren mein Lieblings-Burger in der Hood und meine Breakfast Burrito Füllung für eine Frühstücksverabredung. Sollte ich öfter machen.

Meine Suche nach einem klassischen Rogue Like hat endlich ein Ende \o/ Witzig, dass es ausgerechnet das Remake von Wizardy ist, was ich die ganze Zeit gesucht habe. Dungeon Crawling mit DnD-Regelwerk und klassichem Fantasy Setting wollte ich haben und natürlich gibt es exakt das hier, bei der Mutter aller Dungeon Crawler. Und ich finde es großartig. Auch weil ich selbst entscheiden kann, wann ich tief genug in die Gewölbe vorgedrungen bin und wann es an der Zeit ist, wieder nach oben in die Taverne zu flüchten. Denn nur dort kann ich meine Party heilen und gegebenenfalls hochleveln. Und das auch noch mit toller Optik, opulentem Soundtrack und der Möglichkeit, die Original Grafik vom Apple II zum Vergleich drüberzulegen. Wir hatten ja damals wirklich nichts!

Nebenbei habe ich mich wieder mit Kay Vess durch das Outer Rim in Star Wars Outlaws geschlagen. Dieses Mal auf der Switch 2. Ich wollte eigentlich nur die Story DLCs spielen, weil ich das Hauptspiel ja schon auf der Xbox mit Game Pass und Ubisoft+ durchgespielt hatte. Dummerweise vergaß ich damals aber, meinen Speicherstand in die Ubisoft Cloud zu laden und musste daher auf der Switch 2 noch einmal ganz von vorne anfangen. Und obwohl mir Outlaws auf der Xbox technisch gar nicht so gefallen hat, muss ich sagen, dass es auf der Switch 2 schon eine ordentliche Figur macht. Ich für meinen Teil hätte zwar schon lieber das Ray Tracing gegen eine höhere Bildrate eingetauscht, aber wir sprechen hier von Ubisoft und da wundert mich eigentlich gar nichts mehr.
Wie dem auch sei, Kay Vess und Nix sind einfach meine Lieblings Star Wars Figuren der letzten Jahre, auch wenn das Drumherum etwas holperig umgesetzt wurde.

Ich habe es nur kurz angespielt, weil ich es vor Wochen schon vorbestellt hatte und es plötzlich auf unserer Switch installiert wurde, aber Randomax, ein kleines Vertikal Bullet Hell Shmup hat mir schon in der Demo so richtig gut gefallen. Und auch das fertige Spiel machte beim ersten Durchlauf einen guten Eindruck. Der Clou, neben dem ungewöhnlich quadratischen Spielbereich, sind die drei Basis-Waffenplätze, die ihr mit Y, B oder A respektive abfeuert. Die Waffen können an dafür vorgesehenen Stationen mit neuen Schusstypen und Parametern hochgelevelt werden. Und da ist einiges Verrücktes dabei. Kurzweiliger Retro Chic mit tollem Gameplay.
Im Kino haben wir One Battle After Another gesehen und der war einfach genau mein Ding. Tolle Schauspieler*innen, ein zum Zeitgeschehen passendes Setting mit Widerstand als Statement gegen Trump & co. und ein Soundtrack, der einfach perfekt zur Optik passt. Ein später Anwärter auf meinen Film des Jahres.
Mit unserer Tochter haben wir Logan geschaut und ich habe vergessen, wie brutal und wie schwermütig das Thema des Alterns hier dargestellt wird. Trotzdem immer noch gut, auch wenn man danach erstmal ein Lustiges Taschenbuch braucht.
An meinem freien Montag schaute ich The Phoenician Scheme, auch weil die Freunde langsam knapp werden, die bereit sind, mit mir Wes Anderson Filme im Kino zu gucken. Und auch ich muss mittlerweile sagen, dass sich der Stil möglicherweise etwas abnutzt. Auch wenn ich blind an irgendeiner Stelle auf Pause drücken kann und das Ergebnis immer zum an die Wand hängen gut aussieht. Es fühlt sich mittlerweile eher so an, als würde man eine Vernissage besuchen, als einen Film zu gucken.

Am Samstag waren wir in Göttingen bei Marc-Uwe Kling und Bernd Kissel, die in der ausverkauften Stadthalle ihr neues Comic Elon & Jeff on Mars live vorgelesen haben. Mein Highlight war der auf Stichworten aus dem Publikum basierende Comic Strip, der live erdacht und gezeichnet wurde. Fantastisch. Auch einfach wegen des Gefühls, dass man sich beim Inhalt des Programms so verstanden fühlt.

Und dann waren wir auch wieder im Hiscore, unserem großartigen lokalen Videospielmuseum. Und zwar fast vier Stunden. Als kleiner Bonus wurde dort der Münzbereich des Polybius Automaten offen stehen gelassen, was einen Blick auf die Platine im Inneren ermöglichte. Und auf das dort platzierte Gehirn. Applaus, Atari. Das ist mal ein Easter-Egg!

Ich schaue jetzt mal, wo ich mich am besten prostituieren kann, um das Geld für meinen Zahnersatz aufzutreiben.
Bis dahin. Bleibt gesund!
Alerta, alerta, antifascista! ✊