Panik auf Funkotron!

Fragwürdige Nostalgie als Comic, seltsame Antiquitäten und einmal frittiertes Hühnchen in Animal Crossing, bitte

Genau eine Woche nach dem positiven Test war ich am Mittwoch endlich wieder Covid-frei. Und bis auf einen gelegentlichen kleinen Hustenanfall auch weitgehend symptomefrei. Und Stand heute ist auch meine Frau wieder negativ und damit sind wir hier alle einmal durch. Reicht jetzt auch erstmal und Covid kann sich für die Zukunft gerne erstmal verpissen. Den Rest der Woche habe ich sicherheitshalber und erstmals seit der Einführung meiner Vier-Tage-Arbeitswoche wieder komplett im Home Office verbracht.

Screenshot von Haulers, wo ein Textfenster davon erzählt, dass es im Funkotron Outpost eine Bar namens Earl’s Cantina gibt. Und dass es dort einen Drink namens Total Bummer gibt.

Die neugewonnene Energie habe ich direkt in mein Gamedev-Projekt gesteckt. Mehr oder weniger zufällig eröffnete sich mir dort die Möglichkeit für ein Rumor-System, um eine bestehende Mechanik etwas aufzuwerten. Mir kam nämlich die Idee, dass ich die Bars in den Raumstationen ja individuell benennen könnte. Und wenn diese Orte schon Namen haben, könnten sie ja auch Ziele für Missionen sein. Das macht aber wenig Sinn, weil diese ja eh in Stationen sind, die schon mit Missionen bedacht werden. Dann fielen mir die verlorenen Pakete ein, die von Zeit zu Zeit aufgesammelt werden können und die bisher einfach für Karma an irgendwelchen Stationen abgegeben werden konnten. Diese haben jetzt als Zielort den Namen einer Bar und diese müssen die Spieler*innen entweder kennen oder über das Rumor-System mit der Zeit herausbekommen. Mag ich. Wir sehen uns also in Earl’s Cantina in Funkotron.

Ein Teller mit Falafel, Gemüse und viel Soße. Eine Dose Cola steht daneben.

Und wieder geht eine Woche vorbei, in der ich meistens vergessen habe, mein Essen zu fotografieren. Schrecklich, diese völlig falsch gesetzten Prioritäten. Immerhin habe ich den Falafel-Teller festgehalten, den ich mir gestern gönnte. Ich liebe Falafel!

Bild des Comics Der Wüstenplanet aus den Achtzigern. Auf dem Comic liegt ein kleiner Katzen-Pin in den Farben der Transgender-Flagge.

Weil sich meine Tochter als Rebellion gegen Streaming-Dienste und zur Befriedigung der Sammelleidenschaft dazu entschieden hat, einen DVD-/Bluray-Player zu kaufen, klapperten wir heute erstmal den hiesigen Flohmarkt nach Loot ab. Auch ich bin dabei fündig geworden und habe dieses Erinnerungsstück aus meiner Kindheit für einen Euro erworben. Ich habe dieses Comic geliebt und unendlich viele Male gelesen und ich freue mich darauf, es nochmal zu tun. Auch wenn ich nicht glaube, dass es dem Test der Zeit irgendwie standgehalten hat.

Den Transgender-Katzen-Pin für ebenfalls einen Euro mag ich auch sehr ❤️

Screenshot mit einem Laden voller Antiquitäten jeglicher makaberer Couleur. In der Mitte steht eine Kundin, die nach einer Antiquität fragt.

Gespielt habe ich diese Woche neben den obligatorischen Runden Deep Rock Galactic Survivor (wir sind jetzt wieder bei über 50 Stunden), vor allem Strange Antiquities. Und das ist ein so dermaßen gutes Spiel, dass es mir auch abseits der Konsole nicht aus dem Kopf gehen wollte. Die Idee mit der Stadtkarte und den kleinen Rätselhäppchen, die mich diese erkunden lassen ist großartig und verleiht dem Spiel zusätzliche Abwechslung. Der Vorgänger Strange Horticulture ist bei mir zwar schon einige Jahre her, aber ich meine, dass der Schwierigkeitsgrad von Antiquities um einiges höher angesetzt ist. Den Tipps-Button musste ich jedenfalls ordentlich spammen. Großen Spaß hat es mir trotzdem gemacht und mein erster Run endete mit dem eher unbefriedigenden Ende Nummer Acht. Hm. Da geht noch was.

Ergebnisfenster eines erfolgreichen Runs in Griftlands mit diversen Statistiken.

Auch bei Griftlands, das ich gar nicht oft genug empfehlen kann, weil es kaum jemand kennt, wenn ich es in Unterhaltungen erwähne, habe ich diese Woche den ersten Run erfolgreich abgeschlossen. Und neben einer dritten Figur, einem neuen Modus und neuen Klamotten habe ich auch einige wichtige Perks freigeschaltet, die weitere Runs deutlich einfacher machen sollten. Jetzt will ich die anderen beiden Geschichten natürlich auch noch erleben. Auch, wenn mir Rook mit der coolen Fliegerhaube und den Akimbo Knarren sehr ans Herz gewachsen ist. Ganz, ganz tolles Spiel. Holt euch das, wenn ihr Deck Builder und Roguelikes mögt.

Ein Fried Chicken Fastfood Restaurant im Spiel Animal Crossing. Hinter dem Tresen und vor den Fritösen steht ein Huhn und bedient eine Gästin. Auf einem Bild an der Wand steht Pollo Hermano.

Weil ich in meiner Krankheitswoche drei Staffeln Breaking Bad gesuchtet habe, hatte ich noch eine Idee für unsere Animal Crossing Insel: Ein Los Pollos Hermanos! Also flux bei Ebay so eine shady NFC-Amiibo Karte von Egbert bestellt und ihn so auf unsere Insel eingeladen. Denn wenn schon jemand einen Fried Chicken Laden auf unserer Insel betreibt, dann doch bitte schön auch ein Huhn. Und Egbert war genau der Richtige für den Job. Gustavo hat ihn natürlich vorher gevetted. Man beachte die Feinheiten, wie die Kamera und das Silbertablett, das leider keine Personalisierung mit blauen Kristallen zuließ. Na ja. Man kann nicht alles haben. Der erste Pollo Hermano, wie er bei uns heißt, ist also eröffnet. Guten Appetit!

Neben weiteren wöchentlichen Folgen diverser Serien und auf Entzug, weil Alien Earth ja erst einmal durch ist, ist uns wieder eingefallen, dass wir Scavengers Reign nie zu Ende geschaut haben. Und das ist ein Fehler, den wir gerade korrigieren. Die klassischen Animationen und die First Contact Geschichte auf ausgerechnet dem extraterrestrischen Planeten, wo ausnahmslos jede Fauna und jede Flora aggressiv und tödlich ist, passt genau ins Fahrwasser von Alien. Und das Auge aus Alien Earth würde sich auf diesem Planeten pudelwohl fühlen. So viel steht fest.

Leider macht es uns Netflix gerade nicht wirklich einfach, via VPN an den Stoff ranzukommen, der Deutschland vorenthalten wird. Wie Scanvengers Reign. War ja klar, dass das losgeht, wenn wir hier gerade einen zweijährigen VPN-Plan abonniert haben 😑

Auf Filmfriends habe ich den zweiten Teil der Winkelmann-Ruhr-Trilogie Jede Menge Kohle geschaut und fand ihn sogar noch etwas besser als Die Abfahrer. Und die Eingangs-Sequenz im Kohlebergwerk sollte man eigentlich allen Ewiggestrigen von der CDU/CSU/etc. in Dauerschleife vorspielen, wenn die wieder im Delirium von ihren Kohlekraftwerken schwafeln. Mein Highlight war hier außerdem der IKEA, wo das Restaurant noch Zum Elch hieß und das Coca Cola-Weihnachtsglas, aus dem auch ich immer in den Achtzigern bei meinen Eltern getrunken habe.

Und dann wurde es wieder Zeit für einen schönen Klassiker: Die letzte Sichtung von O Brother, Where Art Thou? war schon viel zu lange her und er hat uns wieder sehr gut gefallen. Ein zeitloses Meisterwerk der Coen-Brüder mit dem schönsten Schnurrbart, den geilsten Fressen und dem besten Tim Blake Nelson vor seiner Rolle als Looking Glass in Watchmen. Ich liebe alles an diesem Film und habe seitdem wieder konstant einen Ohrwurm von Man in Constant Sorrow. Und ich finde es immer noch sehr schade, dass die tolle Version des Songs in der Serie We Are Lady Parts nirgends zu haben ist. Das ist doch blöd.

Ein orangener Kater, der schlafend mit dem Kopf auf einer blauen Decke vor einem Melonen-Kissen liegt.

Moment! Kein Wort über Ghost of Yotei, das es ja letzte Woche mit Vorfreude ins Journal geschafft hat? Ja, offenbar habe ich mein Fomo tatsächlich besiegt. Ich glaube nicht, dass ich es derzeit in dem Umfang hätte spielen können, wie es das Spiel verdient hätte. Ich hole es mir im ersten digitalen Sale. Irgendwann.

Bis dahin. Bleibt gesund!
Alerta, alerta, antifascista! ✊

journal

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