Japanisch lernen mit Ballerspielen, Studenten Rapper auf Netflix und wer hat an der Uhr gedreht?!
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Zum Einstieg gehört hier eigentlich ein Rant über die völlig unsinnige Zeitumstellung hin oder den wurstgewordenen Wahnsinn, der irgendwie Bundeskanzler geworden ist und neben fossilen Brennstoffen jetzt auch die nach langem Ringen endlich verhinderte Chat-Kontrolle wieder propagiert. Boah! Von ewig Gestrigen Populisten regiert zu werden ist echt anstrengend und irgendwann muss man sich einfach mal zwingen nur tief durchzuatmen und bis zehn zu zählen.
Und dann alles vorübergehend mit schöneren Dingen verdrängen, damit man nicht irre wird. Zum Beispiel mit den Kalorien der Woche, aber ich war eine Woche alleine zu Hause, während sich der Rest der Familie in Paris tummelte und obwohl ich sehr gerne koche, tue ich das ungern nur für mich alleine. Weshalb Strohwitwer sein dann bei mir eher Fertiggerichte und Dinge aus dem Air Fryer essen bedeutet. Na toll. Während aber die veganen Korean BBQ Gyoza im Air Fryer vor sich hin frittieren, kann man halt super noch schnell einen Level spielen oder eine weitere Folge schauen. Prioritäten und so.
Neben der nötigen Dosis Pokopia, wo ich just die Story nach 80(!) Spielstunden beendet habe und ich es kaum erwarten kann mich endlich 100 Prozent dem End Game hinzugeben, habe ich, wie letzte Woche angedeutet, meine Liebe zu Bullet Hell Shmups wiederentdeckt. Zum einen habe ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt und mir ESP Ra. De. Psi, ein vertikales Cave Shoot'em-up für die Switch aus Japan importiert. Hierzulande kam es nie raus und daher war es auch nicht unbedingt günstig, aber immer noch ein recht gutes Angebot. Und es hat sich gelohnt. Die Mischung aus Ghost in the Shell und Akira mit umwerfender Pixel Grafik und der aufgemotzten Psi Version der Shmup-Profis von M2 spielte sich direkt an die Spitze meiner Favoriten des Genres.

Und da es ein Switch 1 Spiel ist, konnte ich auf der alten OLED mit dem Flip Grip vertikal im Tate Modus spielen. Das macht immer noch sehr viel Spaß und ich würde mir sofort ein Flip Grip für die Switch 2 ordern, würde es denn eines geben.
Außerdem hat ESP Ra. De. einen Super Easy Mode, den ich schon zweimal mit nur einem Credit durchgespielt habe. Genau so soll es sein. Hier steht Easy tatsächlich mal nicht bloß für schon noch echt hart aber nicht brutal.
Ganz im Gegenteil zum zweiten Shmup, das hier diese Woche ebenfalls stetig lief: Bei Akai Katana Shin, ebenfalls von Cave und auch auf der Switch, ist Novice nämlich bloß Japanisch für Hier siehts du trotzdem keine Sonne mehr, meuhahaha! Weiter als bis zum Boss von Stage Vier habe ich es noch nicht geschafft. Ich spiele allerdings auch die Original 4:3 Arcade Fassung. Weil ich eine der aufgebohrten 16:9 Fassungen schon sehr oft hier vor Ort im Hi-Score Videospielmuseum gespielt habe. Die Collection auf der Switch enthält lobenswerterweise alle drei Versionen.

Natürlich schauten auch wir diese Woche in die Tomodachi Life Demo auf der Switch und hey, das wird geil. Ich habe zum Ausprobieren des Mii Editors die Baby Assassins Protagonistinnen Miharu und Chisato nachgebaut und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das wird ein Spaß! Übrigens lässt die Switch das Teilen der Screenshots (noch) nicht zu, weswegen ich es abfotografieren musste und irgendwo einer Nintendo-Anwält*in gerade heftig die Ohren klingeln.
Bei Netflix habe ich mich überwunden, endlich mit Kacken an der Havel anzufangen. Fäkalhumor schreckt mich arg ab, aber es war dann doch gut. Vor allem vor dem Sohn hatte ich Angst aber Sky Arndt ist in der Rolle schlicht großartig. Komischerweise wimmelt es in der Show nicht vor Hip-Hop Cameos aus Fatonis Umfeld. Zumindest ist mir außer Danger Dan und einem der aussah wie Curse niemand sonst aufgefallen. Ist aber wahrscheinlich auch besser so.
Auf MUBI habe ich Do the Right Thing von Spike Lee geguckt. Ich habe ihn damals mit einem Kumpel im Kino geschaut und erinnere mich noch daran, dass er nur im Originalton mit Untertiteln lief und das davor mehr als einmal gewarnt wurde. Ich fand den Film damals wie heute großartig. Fight the Power!
Aus der Rubrik Niemals Langeweile mit FOSS gibt es diese Woche zwei Unfälle zu berichten. Die Navidrome iOS App hat erneut unterwegs den Geist aufgegeben und vergaß, dass eigentlich alle Tracks gecachet waren. Schade, aber es half den Cache zu leeren und einen Full Sync anzustoßen. Trotzdem doof. Das war schon der zweite Strike. Noch einer und ich suche mir eine neue App. Oder ich setze mich endlich mal hin und versuche meinen Navidrome Server von außen erreichbar zu machen. Dann wäre ein plötzlicher Datenverlust nicht mehr so wild.
Dann habe ich einen erneuten Versuch gestartet, meine Obsidian Notizen ohne Obsidian Sync zu synchronisieren (weil ich keinen Bock auf die iCloud habe) und habe das tatsächlich über Umwege und ein Obsidian Plugin geschafft, das einen Ordner in der Nextcloud als Brücke für eben diesen Prozess verwendet. Wie das Repository auf Github schrieb, eines das auch funktioniert und nicht wie die anderen Möglichkeiten nur Probleme macht. Ein guter Vorsatz. Hat leider an Tag zwei schon Probleme gemacht und konnte eine neue Notiz zuerst nicht synchronisieren und überschrieb sie dann. Zurück ans Zeichenbrett, würde ich sagen. Vielleicht sollte ich mit meiner sehr guten Lösung, die Posteo Notizen mit der Apple Notiz App zu verwalten einfach zufrieden sein. Ach wenn das so einfach wäre, zufrieden zu sein.

Bis dahin. Bleibt gesund.
Alerta, alerta, antifascista! ✊
Ich gehe dann mal die eine Tasse und die eine Schüssel abwaschen, die ich eine Woche lang benutzt habe.