Leise Lüfter, scharfer Tofu und ohne Ende Filme
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Der Wochenrückblick startet mit einer Flasche Kiwi-Apfel-Limonade aus Polen, als Belohnung dafür, dass wir heute schon das Altpapier zum Recycling Container getragen haben. Was man halt so an einem Sonntag macht, wenn sich die Genossenschaft und das örtliche Abfallentsorgungsunternehmen noch nicht geeinigt haben, wo genau die neue Papiertonne denn überhaupt hin soll.

Die Kalorien der Woche war diese unglaublich gute Pfanne Mapo-Tofu mit Brechbohnen, Paprika, viel Knoblauch und Chili. Eines dieser Gerichte, von denen wir nicht genug bekommen.

Diese Woche hatte ich erneut ein Heimwerker-Level-up, denn angespornt von Derukus Blog über das Austauschen des ollen Steam Deck Lüfters habe auch ich mir den besseren Lüfter von iFixit bestellt und relativ problemlos ausgetauscht. Dieses Mal scheint mir auch keine Schraube ins Innere des Decks gerutscht zu sein. Das Ergebnis ist jedenfalls ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Gründe für die komplizierte Beziehung zwischen dem Deck und mir war ja vor allem das fiese Pfeifen, sobald mal mehr als 100 Polygone gleichzeitig auf dem Schirm dargestellt wurden. Jetzt, im zweiten Frühling unserer Beziehung, erfuhr meine Spielzeit am Deck einen heftigen Aufschwung.
Was natürlich auch an Skin Deep lag, das es mir ja so richtig angetan hatte. Diese Woche habe ich es daher auch durchgespielt und das finale Raumschiff hatte es wirklich in sich. Weil RNGesus mir aber zur Belohnung gleich zwei TNT Pakete in die letzte Rettungskapsel gelegt hat, bin ich sozusagen mit einem ordentlichen Bang aus dem Spiel gegangen. So ordentlich, dass ich das zweite Mal in meinem Durchgang die Konsole für verlorengegangene Gegenstände im Spiel bemühen musste. Der nötige Schlüssel für meinen finalen Abgang wurde durch die von mir erzeugte heftige Explosion weit raus ins All geschossen. Wenn, dann richtig. Jetzt hoffe ich irgendwie auf neue Level. Bis dahin kann ich allerdings auch versuchen, noch alle optionalen Aufgaben in den Schiffen zu erledigen. Das wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.
Ebenfalls auf dem neuerdings leisen Deck lief endlich mal wieder Lonely Mountains Downhill und das habe ich schon sehr vermisst. Als es aus dem Game Pass flog, legte ich eine Zwangspause ein. Glücklicherweise hatte ich mir dieses Spiel auch in einem Sale für das Deck gekauft und dort habe ich diese Woche direkt wieder jeden Daily Ride mitgenommen und jeden Meter davon sehr genossen. Nach wie vor für mich ein Forever-Modus, weil es mir völlig egal sein kann, wie gut ich dabei abschneide und ich einfach jeden Tag eine Strecke nach meinem Gusto abfahren kann.
Den Sonntag haben wir noch mit dem letzten Monkey Island an der Switch verbracht. Das hatten wir vor ein paar Jahren unterbrochen und nie beendet. Warum auch immer, denn es machte direkt wieder großen Spaß und es sieht einfach so toll aus. Wir werden versuchen, es nicht noch einmal zur Seite zu legen 🤞
Am TV lief diese Woche das Finale von Andor und ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Die letzten Szenen waren für mich Gänsehautmomente und Episode Zehn hat mir klargemacht, wie gerne ich ein gutes Star Wars Schleichspiel hätte. Schade, dass Outlaws da einfach keine schöne Erfahrung für mich war. Aber möglicherweise muss ich irgendwann nochmal den DLC ausprobieren.
Ganze vier Filme habe ich diese Woche geschaut. Ein Rekord der letzten Jahre würde ich sagen. Angefangen mit The Zone of Interest, der schon seit sehr längerer Zeit auf meiner Watchlist stand und der einfach erschreckend gut gemacht ist. Sehr erschreckend mit üblem Kopfkino und einem widerlich guten Protagonist*innen-Duo. Ein sehr wichtiger Film und vielleicht der beste zum Thema Holocaust, den ich bisher gesehen habe.
Mit meiner Tochter habe ich außerdem ein zweites Mal Shadow in the Cloud von Roseanne Liang geschaut. Ich mag diesen Monsterfilm mit feministischer Metaebene nach wie vor sehr. Hat mir immer noch gut gefallen.
Gestern schaute ich dann gleich zwei neue Filme: Something in the Water wollte auf unserer Liste der Haifilme abgehakt werden. Ich habe mich ja zum Glück schon damit abgefunden, dass ich alle sehr guten Haifilme bereits gesehen habe und ich keinerlei Erwartungen mehr haben sollte. Das hat geholfen. Meine Tochter fand ihn gut.
Apropos Monster: Es lief mir gestern Morgen kalt den Rücken herunter als ich die Notiz im digitalen Familienkalender las: Es war ESC! Ach du Kacke. Zum Glück gibt es Noise Canceling und ich konnte mich am Mac erfolgreich abschirmen, während hinter mir wahrscheinlich wieder sehr viele fragwürdige musikalische Beiträge dargeboten wurden. Da ich aber ungern Filme am Schreibtisch gucke, musste etwas plätscherndes her und die Wahl fiel auf A Working Man mit Jason Statham. Schließlich war ja auch Jason Stathurday. Von David Ayer habe ich nach seinen letzten Filmen nichts mehr erwartet und natürlich wich auch A Working Man nicht einen Zentimeter von längst ausgetretenen Pfaden ab und war zu einhundert Prozent vorhersehbar. Aber die Reibeisenstimme Jason Stathams macht so einiges ertragbar. Ein bisschen schade fand ich, dass David Harbours Figur im Film bereits in Rente war und nicht an Stathams Seite gekämpft hat. Das wäre mal ein tolles Team. Erwartungen hatte ich auch hier keine und das hat den Abend gerettet.
Jetzt wo ich den Construction worker in Aktion gesehen habe, muss ich wohl auch mal die anderen Filme der Handerwerker-Welle gucken. Bricklayer, Beekeeper und wie sie alle heißen. Und gibt es vielleicht auch schon die Schornsteinfeger*in? Das wäre doch was. Vielleicht sogar im Doppelpack mit der Dachdecker*in.
Ich hatte Bock mal wieder Gaston zu lesen und hatte letztens schon ein Signal Sticker Pack zum Thema gebastelt, weil das noch fehlte. Die Neuauflagen gab es glücklicherweise in unserer Stadtbibliothek, allerdings war Gaston 0: Die Akte Gaston eine eher traurige Nullnummer. Das bisschen Content hätte der Carlsen Verlag auch als Anhang an die Nummer Eins hängen können. Hätte ich mir das gekauft wäre ich ordentlich sauer gewesen. Egal, freue ich mich halt auf den (hoffentlich) besseren Band Eins.
Noch 18 Tage bis zur Switch 2.
Bis dahin.
Alerta, alerta, antifascista! ✊