Namen die man sich nicht aussuchen darf, die Katze im Postsack und Grinden mit der Straßenbahn
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Man darf sich den Vornamen in Deutschland nicht selbst aussuchen und muss mit dem leben, was die Eltern über unsere Köpfe hinweg entschieden haben. Auch, wenn sie so unkreativ wie meine waren. Unfair. Daher wurde mein Antrag auf Namensänderung von Torsten Hartmann zu Miausten Hartmann ohne Aussicht auf Erfolg abgelehnt. Auch mein angegebener Grund, dass es doch schon genug Torsten Hartmanns gibt und einer weniger bestimmt nicht schadet, war offenbar nicht triftig genug. Verdammt. Ich hatte natürlich mit nichts anderem gerechnet, aber ich hatte auch ein bisschen gehofft, dass an der Stelle vielleicht schon die Generative KI ihr Unwesen treibt und den Antrag einfach durchwinkt. Schade.
Das hindert mich natürlich nicht daran, den Namen dieser Seite trotzdem zu ändern ☺️
Mein Track der Woche ist Piece of Mind von Everlast, dessen neues Album ich kaum erwarten kann. Leider kommt er bei seiner Tour nicht hierzulande vorbei und keines der Konzerte in England passte für uns. Was aber auch finanziell wahrscheinlich gar nicht drin gewesen wäre. Zum Glück haben wir ihn vor Jahren in Hamburg live in der Fabrik gesehen und das war ein fantastisches Erlebnis.
Mir fehlen immer noch drei Tiere bei Animal Crossing New Leaf, die es nur im Sommer gibt: Scarab Beetle, Horseshoe Crab und der olle Snekhead. Und vielleicht gebe ich auf, die noch bis August zu bekommen. Oder ich installiere doch noch die Mod, um zumindest einfach angeln zu können. Mal sehen.
Bei Librarian habe ich diese Woche die Bibliothek aufgeräumt. Wollte ich ja eigentlich ohne Magie machen, aber da war ich wohl zu voreilig. Es hat am Ende doch zwölf Stunden gedauert und ich hatte auch mit magischem Einräumen meinen Spaß. Tolle Idee, tolles Spiel.
Dann kam endlich Denshattack raus. Ein rasantes Skatespiel mit Straßenbahnen anstelle von Skateboards. Klingt bekloppt, ist in der Ausführung aber perfekt gelungen. Technisch wie spielerisch ähnelt es sehr Olli Olli World, allerdings ist es wahnsinnig schnell und setzt den Fokus darauf schnell zu reagieren, wenn Kurven, Schikanen oder Gleiswechsel anstehen, bei denen rechtzeitig entsprechende Manöver ausgeführt werden müssen. Dazu sieht es wunderschön aus und auch der Soundtrack treibt gut an. Besonders gut gelöst ist aber der Schwierigkeitsgrad. Denn obwohl mir das Spiel eigentlich von Anfang an zu schwer war, macht das nichts aus, weil ich Fehler direkt nochmal versuchen darf ohne den Fortschritt auf der Strecke zu verlieren. Das motiviert zusätzlich und sorgt für eine steile Lernkurve, weil schwierige Stellen stetig trainiert werden. Großartig!
Eigentlich wollte ich ansonsten bei Witch of the Dark Castle weiterspielen, aber ich fand die Demo von Cat Mail Co., einem Spiel, wo ich eine Postfiliale betreibe, dafür sorgen muss, dass Pakete korrekt deklariert werden, dass die Kund*innen ihre Post passend ausgehändigt bekommen und dass ich mir irgendwie ein System für die Ablage aufbaue, durch das ich auch durchsteige. Und holy shittens bin ich für diesen Job ungeeignet! Fun Fact: Ich war zu einer Zeit in der Schule, als sehr viel Wert auf die frühe Berufswahl gelegt wurde. Weil ich mir ziemlich sicher war, dass ich irgendwas mit Medien machen wollte und den Test für die entsprechend weiterführende Schule gefühlt schon bestanden hatte (obwohl ich noch kein offizielles Ergebnis hatte), habe ich das alles komplett ignoriert. Weil meine Lehrerin mich aber nicht in Ruhe ließ und auch meine Eltern Sorge hatten, dass das nicht wie von mir geplant funktioniert, habe ich mich damals einfach noch bei der Post beworben. Auch weil mir nichts anderes einfiel und ich aus Protest das komplette Gegenteil von dem machen wollte, was ich mir eigentlich vorstellte. Ich musste daraufhin noch einen sehr krassen Einstellungstest machen, mit Deutsch, Mathe und Politik, den ich bestand und zum Einstellungsgespräch eingeladen wurde. Wo ich dann zugab, dass ich hier gar nicht arbeiten wollte. Dann waren meine Eltern und die Lehrerin genauso geschockt wie die Personen bei der Post, so dass ich erstmal meine Ruhe hatte und ja, es hat alles mit den Medien geklappt, wie ich es mir vorstellte. Und heute wünschte ich mir manches Mal, ich wäre einfach zur Post gegangen. Aber das kann ich ja jetzt mit Cat Mail Co. in meiner Freizeit machen.
Apropos Demo. Ich habe auch das wunderschöne Cyberpunk Action Spiel Noir Bloom angespielt und die Kämpfe und die kurzen Abschnitte sind extrem gut umgesetzt. Die Tatsache, dass ich nach Bossen immer noch eine Welle normaler Gegner erledigen muss und ich wieder vor dem Boss anfange, wenn ich das nicht schaffe ist aber auch extrem doof. Schade.
Gleich drei Filme habe ich diese Woche gesehen. Zum einen sah ich bei einem Freund die alten Battle Angel Alita Bände im Regal, die wir damals geliebt haben. Woraufhin wir den alten OAV erstmals im japanischen Original als Gunnm geschaut haben. Den gab es in den Neunzigern ja nur von ACOG als Zusammenschnitt mit englischem Dub. Und wir haben den zu der Zeit gefühlt immer wieder geschaut. Warum auch immer, denn so richtig gut fand ich den nicht mehr. Fühlte sich gegenüber den Manga sehr gehetzt an und dann wurden auch noch Dinge hinzugedichtet. Ich denke, ich lese die Manga jetzt noch einmal. Mal sehen, wie die mir heute gefallen.
Auf Apple TV gab es Wolfs mit George Clooney und Brad Pitt und mehr gab es auch nicht. Reicht aber vielleicht auch. Ich wundere mich nur, warum es immer wieder diese Szenen gibt wie hier im Finale, wo eigentlich nur die Autor*innen (oder die Produzent*innen) noch glauben, dass irgendwer darauf reinfallen und gespannt sein könnte wie es ausgeht. Vielleicht überschätze ich hier die Masse aber auch.
Und dann stand auch noch der vom Nachwuchs lang herbeigesehnte und für mich viel zu frühe Rewatch von Project: Hail Mary an. Fand ich immer noch okay und deutlich zu gehetzt. Aber es war erneut nicht langweilig. Ich überlege das großartige Buch noch einmal zu lesen.
Ich habe die Tage erstmals ein Buch von Adrian Tchaikovsky gelesen, was statistisch gar nicht möglich ist, so viel, wie der schreibt. In Green City Wars versucht ein Waschbär Detektiv in einer Solar Punk Stadt voll mit genetisch manipulierten, intelligenten Tieren, die nachts die Stadt für die dort lebenden Menschen sauber und am Laufen halten, eine Maus aufzuspüren. Mit der Zeit interessieren sich immer mehr Parteien für die Maus auf der Flucht und nicht alle wollen sie lebend. Schöne Idee, aber man muss schon auch Lust darauf haben, dass es aufgrund des stetigen World Buildings durch innere Monologe eher schleppend voran geht. Selbst während einer Prügelei oder eines Feuergefechts wird hier noch in Ruhe die Welt und wie sie funktioniert erklärt. Ich mochte es aber.
Für Obsidian ist ein neues Plug-in zum Synchronisieren der Notizen über die Nextcloud erschienen, wovon ich hier las, was mich sehr freute. Hat genau zwei Tage bis zum ersten Konflikt funktioniert. Schade. Ich beobachte es weiter und gucke mal, ob es sich fängt. Wäre schön, denn das Arbeiten mit Apple Notes am iPhone ist für mich die Hölle. Warum ist das immer noch Rich Text? Warum fügt es nicht unformatiert ein? Wer will ein Word für unterwegs!? Ahhhh!

Bis dahin. Bleibt gesund. Alerta, alerta, antifascista! ✊
Eurer Miausten Tiberius Hartmann