Noch mehr Raumschiffe und viele virtuelle Tode, aber keiner davon in Silksong
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Wir schreiben das Jahr Null nach Silksong. Ich wünschte ich könnte diesem Hype etwas abgewinnen, aber dafür bin ich wohl nicht masochistisch genug veranlagt 😁. Ich freue mich für alle, die gerade sehr viel Spaß mit dieser Indie-Perle haben, die zum Release einfach mal so ein paar der größten elektronischen Videospiel-Shops lahmgelegt hat. Respekt. Da ziehe ich meinen Hut.

Gestern bot der Mond ein spektakuläres Schauspiel am Himmel über Linden und wer hatte die Kamera nicht dabei? Genau. Also schoss ich später dieses Foto durch unser Wohnzimmerfenster. Den Mond konnte sie so nicht fokussieren aber irgendwie gefällt mir das entstandene Foto trotzdem.

Die Kalorien der Woche waren wieder notwendige Energiespender für Leib und Seele. Vom leckerem aushäusigen Linsen Curry, über selbstgekochte Pasta mit Mais und Sauce Hollandaise bis zum genialen Dessert aus einer regionalen Bäckerei. Alles lecker gewesen.
Der Track der Woche ist mit The Call of the Flow von Asaf Avidan sehr oft bei mir gespielt worden. Ich freue mich sehr auf das neue Album dieses Ausnahmekünstlers.

Während alle ihre virtuellen Leben bei Silksong verlieren, bin ich lieber weiterhin bei Shinobi gestorben, wo ich endlich das rosa Kostüm freigeschaltet habe! Shinobi geht eigentlich vom Schwierigkeitsgrad her voll klar, aber kurz vor dem Ende ist es dann doch noch mit den Entwickler*innen durchgegangen. Ausgerechnet die allerletzte Sprungpassage kostete mich gefühlt 40 Leben. Ich war schon kurz davor das Spiel zu deinstallieren, weil ich sonst den nagelneuen Switch 2 Pro Controller durch die Wohnung geworfen hätte.
Nach einer Pause, etwas Meditation und einem zweiten Kaffee habe ich die Stelle mit Ach und Krach geschafft. Und will sie nie wieder spielen. Der Endboss danach war ein Klacks dagegen und ich brauchte einige Zeit, bis ich mich über das Durchspielen freuen konnte. Schade, aber das stand in keiner Relation zum restlichen Spiel und ist einfach komplett unnötig. Es hat auch nicht geholfen, dass ich mir jedes Mal wieder die Animationssequenz nach dem Rücksetzpunkt anschauen musste. Sowas sollte doch in jeder Beta-Phase auffallen und ausgemerzt werden. Aber gut. Jetzt ist es durch und kann erstmal ins digitale Regal. Bis sich die Wogen glätten und ich Bock habe, das Spiel auf 100 Prozent zu spielen.
Ich wollte eigentlich erst wieder ausgemerzt schreiben, wenn der Merz ausgemerzt ist. Naja.

Dann entdeckte ich ein Spiel, von dem ich noch nie etwas gehört habe, das aber schon fünf Jahre alt ist. For The Warp ist eine Mischung aus Deck Builder und FTL und ich verpasste das Angebot, es für 3 Euro zu kaufen lediglich um ein paar Stunden 😖. Egal, denn ich suchte immer noch nach einem Rogue Like, liebe alles, was im Weltraum spielt und hatte eh gerade wieder Lust auf einen neuen Deck Builder. Meine erste Runde überlebte ich bis zum zweiten Boss, was schon mal besser war, als bei den restlichen Rogue Like Kandidaten der letzten Wochen. Schon die zweite und dritte Runde lief dann nochmal besser. Es sieht richtig hübsch aus, spielt sich auf der Switch sehr gut und ich würde es als etwas unaufgeregt beschreiben. Es fehlt eventuell ein bisschen an Tiefgang und Komplexität, aber dafür ist es für eine Runde zwischendurch genau richtig. Ich bleibe dran.

Ich blieb in den Weiten des Weltraums und startete die neue Expedition in No Man's Sky. Sie heißt Corvette und überraschenderweise muss ich dort eine Corvette, die neue Schiffsklasse in No Man's Sky, bauen. Ich habe zwei von fünf Phasen beendet und ich merke jetzt schon, dass es wieder eine Expedition wie jede andere ist. Macht man als Veteran*in so mit, weil man endlich wieder was zu tun hat, aber im Grunde ist das alles sehr überflüssig, weil wir alle längst mit dicken Corvettes durch die Galaxis heizen und bei heruntergelassenen Fenstern laute Musik aus den Boxen der Bytebeats pumpen.
Eine tolle Folge Strange New Worlds folgte auf eine ganz fantastische Rückblick-Folge Alien Earth, bei der man sich wünscht, dass es ein Film gewesen wäre. Holy shittens!
Außerdem gab es die erste Folge der neuen Staffel Great British Baking Show, weshalb meine Frau und meine Tochter auf ein neues VPN-Abo bestanden, wodurch diese Show bei Netflix mit deutschem Konto sichtbar wird. Da musste ich mich fügen.
Auch einen Film haben wir diese Woche geschaut. Don't Look Up auf Netflix stand schon länger auf der Watchlist und war, leider, sehr gut. Leider, weil wir in der Pandemie und danach genau das erfahren haben, was auch die Protagonist*innen aus dem Film erleben. Im Angesicht einer Katastrophe gibt es immer noch genug dumme Menschen, die diese einfach nicht einsehen. Verrückt, wie gut hier schon diese Realität dargestellt wurde.
Auf dem Apple TV fand ich nach einem Hinweis meiner Frau auch noch die App Filmfriends hinter dessen Anglizismus sich nichts anderes als ein Streaming-Dienst der Stadtbibliotheken versteckt. Loggt euch mal mit eurer Bibliothekskarte ein und wühlt euch durch das leicht kuriose Angebot irgendwo zwischen Mediathek und Arthouse. Meine Watchlist in der App wuchs nach 30 Minuten stöbern auf stolze 25 Titel an. Und die haben soweit ich das sehe auch alle optionalen Originalton. Sehr gut.
Ausgehört habe ich diese Woche auch noch das Hörbuch Seesaw Monster von Kotaro Isaka. Das japanische Original ist bereits von 2019, aber da Isakas Bekanntheit ja erst seit der Verfilmung seines Buchs Bullet Train im Westen gestiegen ist, kommen seine Bücher auch erst nach und nach hier raus. Zuerst war ich bei Seesaw Monster etwas irritiert, weil der Fokus des Buchs nach ein paar Kapiteln lediglich der Konflikt zwischen einer Frau und ihrer Schwiegermutter zu sein schien. Aber ein paar Kapitel später kam Isakas Genialität doch noch durch und ich konnte es kaum erwarten weiter zu hören.
Die zweite Geschichte, die etwa 50 Jahre nach der ersten spielt, fand ich zuerst ebenfalls nicht ganz so spannend, weil es halt wieder um mein Hass-Thema KI geht. Für 2019 unterschreibe ich Isaka hier aber einen überraschend schlüssigen Blick in die Zukunft mit spannenden Details, wie dem Wiederkehren handgeschriebener Briefe, weil digital einfach nichts mehr sicher ist. Gutes Buch.

Besuche im LEGO-Store sind immer gefährlich und so musste diese Woche von dort der Spielautomat mitgenommen werden. Schönes Set mit witzigen Details und prädestiniert dafür mit neuen Aufklebern in ein Neo-Geo MVS Cabinet umgewandelt zu werden. Hold my alkoholfreies Guinness!

Apropos Geld ausgeben. Auch dieser (einigermaßen) neue Retro-Handheld hat es in meine kleine Sammlung geschafft. Der Trimui Brick ist ein ganz fantastisches kleines Gerät, das mit ein bisschen Handarbeit zu meinem Go-to Handheld für PICO-8 Spiele wurde.

Heute gibt es mal keine süße Katze zum Abschluss sondern dieses, wie ich finde sehr schöne Foto, das ich gestern auf der Dornröschenbrücke geschossen habe, als wir von dort den Feuerwerkswettbewerbsbeitrag aus Italien aus der Ferne beobachteten.
Bis dahin. Bleibt gesund!
Alerta, alerta, antifascista! ✊