Panik auf Funkotron!

Yesferatu, Piraten und viel Code

Der Jahresanfang plätschert so vor sich hin und im Büro ist noch angenehme Neujahrsschwere. Ich habe den Großteil der Zeit vor dem Rechner verbracht und arbeite weiter an meiner 2D-Space Sim Hauler64.

Ich beginne hier zu merken, was mir an Entwickeln in PICO-8 so gut gefallen hat: Irgendwann musste Schluss sein. Die Spiele mussten in den Header einer kleinen PNG-Datei passen und da war es nötig, schlank zu coden und Prioritäten bei Features walten zu lassen. Beides nicht meins, wie ich jetzt feststelle oder warum habe ich jetzt eine Sammelkarten Mechanik geschrieben, die Spieler*innen einmal pro Tag eine Karte kaufen lässt? 😅

Der Titelbilschirm meines Spiels Hauler64 mit diversen Infos und Kollektion zum Sammeln. Eine Sammelkarte mit einem grünen Gasgiganten mit Ring ist dort ausgewählt.

Musikalisch habe ich noch leicht verspätet den aktuellen Track des walisischen Rappers Ren mitbekommen: Slaughter House. Und der ist richtig gut. Da lohnt sich auch mal das Stöbern in seinem Back-Katalog. Kann ich sehr empfehlen.

Lediglich ein paar schöne Segeltouren in Sea of Thieves konnten mich von der Tastatur wegbewegen und dort spielen wir gerade zu zweit alle Tall Tales, kleine Story Missionen mit jeweils zwei bis drei Kapiteln. Sehr schön, was sich da im Laufe der Zeit so angesammelt hat. Meine Tochter und ich spielen weiterhin in der Kombination Xbox Series S (sie) und Steam Deck via Dock am Monitor (ich). So müssen wir das Onlinespielen lediglich über einen Service, den Game Pass, bezahlen, was innerhalb der Familie auch reichen sollte. Manchmal überlege ich mir aber, uns doch nochmal einen Monat im PSN zu gönnen, denn grafisch kommt Sea of Thieves am Steam Deck natürlich nicht an die Konsolen-Versionen heran. Da habe ich Glück, dass es mir trotzdem sehr viel Spaß macht und ich nur sehe, wie es aussehen könnte, wenn ich mich mal zum großen TV umdrehe 🥲

Screenhot der Steam Deck Version des Spiels Sea of Thieves. Es ist der Sonnenaufgang von Bord eines Segelboots zu sehen.

In den letzten Tagen des alten Jahres haben wir noch so einiges an laufenden Serien zugemacht: Dune war so überraschend vorbei wie es gekommen ist. La Palma war ein norwegischer Katastrophenfilm in vier Teilen, der mir gut gefallen hat. Katastrophenfilme können die Norweger*innen eh. Ich empfehle da auch gerne die drei Filme The Wave, The Quake und The Burning Sea. Shrinking wird für uns mehr und mehr zum neuen Ted Lasso. Wholesomeness, eingebettet in gut geschriebenes und toll gespieltes Drama. Und mit einer schönen Gastrolle aus alten Zeiten in der zweiten Staffel. Die zweite Staffel der Bad Sisters, mit Fiona Shaw, die leider so perfekt spielt, dass sie unerträglich für mich war. Und bei Lower Decks war auch die vierte Staffel wieder so gut, dass ich mehr und mehr zum Trekkie werde. Mag ich.

Im Kino habe ich Nosferatu gesehen, auf den ich als großer Fan von Robert Eggers sehr lange gewartet habe und bei dem es mir gelang, vorab weder Trailer zu schauen noch irgendwelche Infofetzen zu lesen. Ich wusste nicht einmal wer mitspielt. Also ab von Willem Dafoe, dessen Abwesenheit ich mir bei diesem Film einfach nicht vorstellen konnte. Ich habe die alten Filme ewig nicht mehr gesehen, aber Eggers Interpretation ist gefühlt sehr dicht am Ur-Material und geht mit dem Erbe für meinen Geschmack fast schon ein bisschen zu respektvoll um. Was ein bisschen schade ist. Wäre da nicht eine wahnsinnige Bildgewalt, ein Ensemble in Höchstform und eine entsprechend dichte Atmosphäre. Vor allem Lily-Rose Depp und Simon McBurney haben erschreckend gut gespielt. Und ich mag es sehr, dass sich Aaron Taylor-Johnson einfach nicht in der Action-Schublade einsperren lässt. Ich merke schon, wie mir der Film nicht aus dem Kopf gehen will und ich freue mich sehr auf eine zweite Sichtung im Heimkino.

Dort haben wir an Silvester die zweite Staffel Squid Game angefangen und ich war skeptisch, ob das noch einmal funktionieren kann. Es stellt sich heraus, dass es klappt, auch wenn der Schock über den Cliffhanger schon hart war.

Eine Kekspackung im örtlichen Go Asia Supermarkt. Es sind die Kekse aus der Serie Squid Game, mit vorgestanztem Regenschirm.

Bis dahin.
Alerta, alerta, antifascista! ✊

journal

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