Archäologen, Paläontologen und ein Roboter in Not
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Da wacht man auf und plötzlich ist Zeitumstellung. Habe ich tatsächlich dieses Jahr nicht mitbekommen. Kann ja auch weg. Aber gut. Ich habe also das Beste daraus gemacht und einen Faultag ausgerufen. Seit 14 Uhr habe ich auch endlich mal eine Hose an. Läuft. Zeit für die aktuelle Folge der Wochendämmerung und mein Journal.
Ich bin zufällig auf die Band Cousines like Shit gestoßen und mag nicht nur deren Namen sondern auch den Song HIGH sehr gerne. So gerne, dass es mein Track der Woche ist.

Mein Foto der Woche ist dieser gefangene Roboter, den ich beim Vorbeigehen in einem offenen Wagen von Landschaftsbauer*innen erspäht habe. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht den Mut hatte, ihn aus seiner Misere zu befreien. Sorry, Roboter. Werden denn eigentlich im Landschaftsbau abseits von Mährobotern schon Automaten eingesetzt?
Verbracht habe ich die Woche vor allem vor Bildschirmen (Überraschung!). Monster Hunter Wilds läuft weiterhin auf Hochtouren und ich fiebere der Ankunft von Mizutsune entgegen. Als Bogenspieler will ich mir unbedingt wieder die Waffe aus deren Materialien schmieden.

Abwechslung gab es in Indiana Jones and the Great Circle, für das ich endlich Zeit und Lust hatte. Und ich lieb's. Die Optik, das Kämpfen, die Rätsel. Alles genau richtig ausbalanciert (auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad, meinem natürlichen Habitat). Ich habe den Vatikan hinter mich gebracht und spiele mich aktuell durch Ägypten, das viele Ecken zum Rätseln und Erforschen bietet.
Auf Steam habe ich mir Spilled gekauft, dessen Demo ich bereits zu Zeiten eines Next Fests gespielt und geliebt habe. In hübsch pixeliger 3D-Grafik muss ich hier verschmutzte Gewässer mit einem Boot reinigen. Ein richtig tolles kleines Spiel, bei dem ich mich schon freue, es in noch ein, zwei Sitzungen durchzuspielen. Irgendwann.
No Man’s Sky, das beste Spiel der Welt, hat mal wieder ein neues Update bekommen und hat Paläontologie zu den unzähligen anderen Features hinzugefügt. Paläontologie! Ab jetzt könnt ihr nicht nur Knochen fossiler Lebewesen ausgraben, sondern diese auch zusammenbauen und in der eigenen Basis zur Schau stellen. Willkommen im eigenen Naturkundemuseum. Großartig. Eine eigens dafür angesetzte Expedition führt euch in die Grundlagen der neuen Mechaniken ein. Ich habe ein bisschen reingespielt und war erfreut, dass mir erneut ein sofort funktionstüchtiges Raumschiff zur Verfügung gestellt wurde. Als Kind mochte ich den Stegosaurus sehr. Ich hoffe also, dass ich mir ein solches Skelett zusammensammeln kann.

Auf einer etwas längeren Zugfahrt, die eigentlich eine kurze hätte sein sollte, aber während der die Polizei eine Person von den Gleisen entfernen musste, vertrieb ich mir die Zeit mit dem Playdate. Und zwar mit Spaceshipment. Einem neuen Titel, bei dem ihr eine Drohne an Planeten vorbei an einen vorgegeben Ort schießen müsst. Der Clou: Ihr könnt lediglich den Schub und den Winkel bestimmen. Den Rest macht die Anziehungskraft der Planeten. Eine perfekte Spielmechanik, die Spaß macht. Auch weil ich so viele Versuche zur Verfügung habe, wie ich brauche. Und das ist auf dem Playdate, wo gefühlt 80 Prozent der Spiele sauschwer sind, leider viel zu selten der Fall. Große Empfehlung.
Geschaut haben wir, wie gefühlt auch alle anderen, Adolescence auf Netflix und das hat uns gut gefallen. Die One Takes, die unglaublich guten Schauspieler*innen und das harte Thema ergeben in dieser Mischung einmalig intensive Unterhaltung. Puh! Zum Glück sind es nur vier Episoden, was sich für uns als genau die richtige Menge erwies.
Auf Mubi haben wir gestern Abend noch den Film Parasite geschaut, den ich zum Release hier im Kino sah, was ja schon einige Zeit her war. Hat mir immer noch sehr gut gefallen.
Außerdem haben wir zusammen mit unserer Tochter endlich einmal damit angefangen Twin Peaks auf Paramount+ nachzuholen. Holy shit ist das eine herrlich strange Show. Passend dazu läuft im Mai hier im lokalen Programmkino jeden Mittwoch ein David Lynch Film. Den Anfang macht Eraserhead und ein Freund und ich haben uns schon Karten reserviert.
Bei meinem Vorhaben, die eigenen Daten von amerikanischen Servern zu migrieren, gab es erneut Änderungen und Neuerungen. Da mir mit dem Wifi-Sync bei in Gedanken durchgespielten kleinen bis mittleren Katastrophen nicht ganz so wohl war, habe ich unsere Passwörter von Strongbox doch noch zu Bitwarden in eine europäische Wolke umgezogen. Einziger Wermutstropfen ist die fehlende Möglichkeit, die Passwörter am Mac mit der Apple Watch freizugeben. Aber damit kann ich leben. Nachdem ich auch endlich die Bilder aus der iCloud entfernt hatte, waren die Notizen dran und da wollte sich keine vernünftige Alternative zu den zahlreichen iCloud Notizapps auf iOS finden. Ich biss in den sauren Apfel und zahle jetzt 5 Euro im Monat für meinen Obsidian Vault, der jetzt auf einem europäischen Server liegt und sich auf allen Geräten synchronisiert. Die Alternative wäre eine Nextcloud, die lokal auf einem Raspberry Pi läuft und dort für Joplin einen Notiz-Vault beherbergt. Aber die Installation mit NextcloudPI ließ sich einfach nicht aktivieren und Joplin ist ehrlich gesagt auch nicht meine Lieblings Notizapp.

Wie im letzten Rewind angesprochen, habe ich nach einer Bridge-Kamera gesucht und bin nach zwei Tagen auf Rebuy für relativ wenig Geld fündig geworden: Die Canon PowerShot SX730 HS ist es geworden und erste Spielereien mit dem Zoom gefielen mir schon mal sehr gut. Wie zum Beispiel dieses Foto einer Krähe hoch oben in einem Baum. Ich hoffe, dass ich da in den nächsten Tagen noch ein paar nette Aufnahmen vorzeigen kann.
So. Nächste Woche könnt ihr hier hoffentlich schon lesen, dass ich erfolgreich eine Switch 2 vorbestellt habe!
Bis dahin.
Alerta, alerta, antifascista! ✊