Fotos, Fledermäuse und ein Katamari
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Wider allen Vermutungen meinerseits durfte ich doch noch keine Switch 2 vorbestellen. Es gibt zwar dubiose Möglichkeiten bei MediaMarkt oder Amazon, wo man interessanterweise eine Einladung anfordern kann, aber: Jahrelanges Spielen auf unserer Switch wurde immerhin mit einer reservierten Konsole seitens Nintendo belohnt und schonmal per Mail angekündigt. Warum ich dann trotzdem bis zum 8. April und im schlimmsten Fall bis zum 12. April warten muss, um meine reservierte Vorbestellung einzulösen, anstelle die vier Tage vor dem öffentlichen Start zu nutzen bleibt wohl für immer Nintendos Geheimnis. Handgeschrieben in einem gefütterten Umschlag hinter der Heizungstür im Keller, wo halt immer schon die Internet-Ideen von Big N ausgemalt wurden. Grah! Immerhin kriege ich wahrscheinlich eine und bin nicht der Ungewissheit ausgesetzt, die US-Spieler*innen gerade durchmachen, weil deren Präsident das Land lahmlegt, damit sich er und seine gekauften Freunde daran bereichern können. Übel. Meine Gedanken sind bei all den Demonstrant*innen, die derzeit in den USA auf die Straße gehen und dagegen laut werden. Und denkt immer dran: Die Franzosen haben eine schöne Blaupause für Revolutionen geliefert. Wenn wir schon dabei sind, uns von der Vergangenheit einholen zu lassen, dann halt richtig.

Nicht ganz so scharf wie die Guillotine ist mein erstes Foto vom Mond, das ich mit der neuen alten Canon PowerShot SX710 HS geknipst habe, als wir bei einem nächtlichen Spaziergang auf die schöne Sichel am Himmel aufmerksam wurden. Trotzdem nicht schlecht für out of the Box und ohne Stativ, wie ich finde.

Unsere Tochter hat die Kamera außerdem noch im Zoo ausprobiert und ebenfalls sehr schöne Bilder geschossen. Zum Beispiel von diesem Flamingo.

Gespielt habe ich weiterhin vor allem nur Monster Hunter Wilds, wo das Monster Mizutsune endlich aufgetaucht ist und daraufhin von mir bereits nach dreißig Minuten erstmals fachmännisch zerlegt wurde. Nach einem kleinen Grind bei der Jagd auf Stufe Drei Hunter Symbole und der kostbaren Schwanzspitze des Wesens habe ich die Überreste erfolgreich zu einem wunderschönen Bogen verarbeitet. So sind sie, die Veganer*innen, wenn sie Videospiele zocken.

Zwischendurch gab es mindestens eine längere Sitzung bei Indiana Jones, bei der wir das Haupträtsel und einige Nebenquests in Ägypten gelöst haben und jetzt auf dem Weg zum Himalaja sind. Nach wie vor richtig gut, auch wenn ich beim zweiten Bosskampf genau wie schon bei dem davor echt laut geflucht habe. Ich hasse Bosskämpfe. Aber ich liebe dieses Spiel trotzdem und ich weiß nicht, warum ich vorhin beim Rätseln darauf kam, aber ich wünsche mir ein Tintin Spiel von diesem Team. Danke!
Und dann überraschte mich noch ein neues Katamari Damacy in der Apple Arcade. Ja, die gibt es noch. Leider spiele ich weder auf dem iPhone noch auf dem iPad. Zum Glück läuft es aber auch wunderbar auf dem Mac Mini und ja, es ist ein vollwertiger Katamari Damacy Teil, der mich sofort wieder in den Bann gezogen hat. Auch wenn der olle König immer noch nicht während der Rollerei den Mund hält. Aber hey, es ist Katamari und es ist nach wie vor großartig! Na-naaa-nananananananaaaaaa!
Geschaut haben wir lediglich ein paar Pilotfolgen, aber so richtig wollte nichts hängenbleiben. Zum Glück ist unsere Tochter derzeit auf dem Batman Trip, nachdem sie Batman Begins mit ihren Freunden geschaut hatte. Also haben wir direkt The Dark Knight und The Dark Knight Rises angehängt. Ich mag die Filme immer noch, aber ich muss mir eingestehen, dass der überzeugendere kaputte Batman für mich mittlerweile Robert Pattinsonist. Ich hoffe, dass wir den auch noch schauen werden, bevor meine Tochter ihr Interesse daran wieder verliert 🦇
Ich war mit meiner Lösung für Notizen auf europäischen Servern mit Obsidian, wo ich 5 Euro im Monat zahle, nur damit meine sechs Notizblätter synchronisiert werden, nicht so richtig einverstanden. Wir haben nämlich unsere Liste mit monatlichen Abos aktualisiert und sind beim Anblick dessen, was sich da so im ansammelt durchaus etwas zusammengezuckt. Als ich meiner Tochter diese Woche ihre eigene Posteo-Mailadresse klickte, kam dann aber der Geistesblitz beim Einrichten der selbigen:

Natürlich lieferte Posteo die ganze Zeit schon eine Notizfunktion via IMAP mit. Ich hatte es nur anfangs nicht angeschaltet und daher wieder vergessen! Und Apples native Notizanwendung nutzt diese auf Wunsch ohne Murren. Ich bin jetzt nicht der größte Fan dieser App, die für mich völlig unverständlich immer noch nur mit Richtext und nicht mit Markdown arbeitet aber hey. Fast perfekt ist eben nur Tot. Außer, dass das nicht außerhalb der iCloud funktioniert.
Durchgehört habe ich das Hörbuch Remarkably Bright Creatures, der Debütroman der Autorin Shelby Van Pelt hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es geht um eine alte Dame, die lange nach dem Tod ihres Mannes und deren gemeinsamen Sohnes in einem Aquarium in Seattle nach Feierabend putzt und eine einseitig freundschaftliche Beziehung zu den dort wohnenden Meerestieren pflegt. Unter anderem zu einem hochintelligenten Riesenkraken, der so gar nichts von den Menschen hält, die er tagsüber vor seinem Aquarium studiert. Tolles, unaufgeregtes Buch über das Altern. Mit wirklich liebevollen Figuren, einer spannenden Geschichte und einem großartiger Michael Urie (Shrinking), der dem Kraken die perfekte Stimme leiht. Wehe, der wird nicht die Erzählerstimme der anstehenden Netflix-Verfilmung, von der ich erst zur Minute beim Tippen dieser Zeilen erfahren habe.
Bis dahin.
Alerta, alerta, antifascista! ✊