Digitale Leckereien, analoges Kino und Steam auf dem 3DS (naja)
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Ich musste mir Anfang der Woche wieder eine Nachrichtensperre verordnen. Nicht wegen der Weltlage, sondern hauptsächlich wegen der Dreistigkeit einiger führender Politiker*innen, mit der diese mittlerweile ohne mit der Wimper zu zucken schamlos ihren Lobbyismus durchziehen. Während Friedrich Merz uns als faul beschimpft. Es ist einfach unerträglich.
Auf höchster Rotation lief zur Ablenkung die neue Single von Everlast, was sie zu meinem Track der Woche macht. Stones, vom House of Pain Ex-Frontman, ist trotz des harten Themas Alkoholmissbrauch ziemlich gut. Auch ein neues Album und eine Tour wurden angekündigt. Und ich hoffe, ich werde live dabei sein, denn das letzte Konzert vor vielen Jahren in Hamburg war eines der besten, die ich je besucht habe.

Die Kalorien der Woche sind heute digitaler Art, weil ich endlich wieder einen Vanilla Ware Titel spiele: Unicorn Overlord war mir lange zu komplex, aber jetzt hatte ich Lust und die 20 Euro im Sonderangebot haben mich letztendlich überredet. Zum Glück, denn natürlich ist es ein fantastisches Spiel, das wieder unglaublich gut aussieht. Und wenn sie da eins können, dann ist es Essen zeichnen. Was zum Glück bei allen ihren Spielen immer Thema ist. Yummie. Ist auch ein schöneres Bild als der Burger, den ich gestern hier in einer lokalen Bude aß und wo die Käsescheibe nicht geschmolzen war, weil das Patty frittiert wurde. So viele No-gos 🙈
Wir haben hier natürlich alle parallel mit Tomodachi Life auf der Switch angefangen und ja, es ist sehr gut. Warum ich aber von dem Spiel keine Screenshots auf mein Smartphone laden kann, will mir nicht einleuchten. Zumal kompliziertere Workarounds ja klappen (nur nicht am Mac. Den kennt Nintendo nicht). Und mit möglichen Screenshots wie diesem kann es ja kaum zusammenhängen, oder!?

Entschuldigt das Click Bait in der Headline mit Steam auf dem 3DS. Ich meinte damit natürlich Japanese Rail Sim 3D Travel of Steam, das ich diese Woche auf meinem 3DS XL beendet habe und das, wie der Titel vermuten lässt, mit einer Dampflok. Das war überraschend spaßig, weil so eine Lok im modernen Japan ein eigenartig postapokalyptisches Flair hat. Hätten die Entwickler*innen den Humor der Fitness Boxing Menschen, hätten wir hier längst ein Japanese Rail Sim Snow Piercer oder ein Rail Road Warrior.
Weil ich letztes Wochenende nicht auf dem Flohmarkt war, habe ich diese Woche gleich zwei besucht. Und viel gefunden. An die sechs DS und 3DS Spiele haben mich interessiert (unter anderem Wild Worlds, Mario Tennis, Monster Hunter 4 Ultimate), allerdings waren sie allesamt stark ausgeblichen oder zu teuer (Pokémon Mystery Dungeon). Miitopia für 10€ in einem sehr guten Zustand durfte dann aber mit.
Meine 87 Millionen in Akai Katana konnte ich diese Woche nicht schlagen. Schlimmer noch: Jedes Leben, das ich verliere, ist auf meine Unkonzentriertheit zurückzuführen. Das heißt ich muss weitermachen. Der fünfte Boss ist allerdings einfach viel zu schwer. Ich bin gespannt, ob ich da irgendwann eine gute Strategie finde.
Ich habe mich endlich mal um meine alte PlayStation Portable gekümmert, die ich letztens im Keller fand. Die ging allerdings nicht mehr an und das Netzteil war auch nicht aufzufinden. Diese Woche kam Ersatz und ich war einigermaßen erstaunt, dass sie sofort startete und alle Spielstände noch auf dem Handheld waren. Lediglich der Akku war aufgebläht, also bestellte ich einen neuen, der leider noch unterwegs ist. Ohne den kann ich nicht die aktuelle Firmware aufspielen, die nötig ist, um das kleine Ding zu hacken. Es erwartet nämlich einen fast aufgeladenen Akku. Also werde ich mich gedulden und noch etwas Patapon spielen. Das war noch installiert.
Im Kino haben wir Project Hail Mary auf 70 Millimetern gesehen. Ich fand ja den Marsianer in Buch- und Filmform maximal okay, aber Project Hail Mary von Andy Weir ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Umso gespannter war ich auf den Film, der uns ja als leidenschaftliches Projekt von Hauptrolle Ryan Gosling persönlich verkauft wurde. Und ich fand ihn gut. Zumindest die ersten zwei Drittel. Klar, da ging viel Material unterwegs zur Verfilmung verloren und natürlich fühlten sich einige Szenen gerade zu Beginn der Mission oftmals wie ein Zeitraffer an. Es ist halt ein anderes Medium. Das letzte Drittel war mir aber trotzdem deutlich zu pathetisch.
Interstellar MegaChef von Lavanya Lakshminarayan habe ich diese Woche zu Ende gehört. Ein bisschen The Bear, aber im Weltraum mit einer Protagonistin von der Erde, die versucht ihrer Vergangenheit zu entfliehen und ihr neues Leben mit einem Auftritt bei einer renommierten Kochshow auf einem fremden Planeten zu kickstarten. Das Asyl gestaltet sich aber schwieriger als gedacht, denn die dort hochgepriesene Diversität wird schnell vom Alltagsrassismus eingeholt. Und in einer Welt, wo nichts schlimmer ist als die ewig gestrige Bevölkerung der kriegsgeschändeten Erde, spürt sie das sehr. Konnte ich gut hören. Auch wenn ich irgendwann wollte, dass es zu Ende geht, weil schon das neue Buch von James S. A. Corey auf dem Kopfkissen lag. Unfair, ich weiß.

Bis dahin. Bleibt gesund.
Alerta, alerta, antifascista! ✊