Panik auf Funkotron!

Erste Anzeichen des Frühlings, erhöhtes Aufkommen von Zombies und kein Eis

Das erste warme Wochenende des Jahres ist da und hier im Viertel wurde der Schalter auf Frühling umgelegt. Am Wasser hatte ich bereits Mitte der Woche den Reiher jagen sehen, heute Morgen wurde ich vom Geräusch eines Spechts geweckt und auf dem Kiez vor unserer Tür wurde laut und und mit viel Alkohol bis tief in die Nacht der Iran diskutiert. Also wahrscheinlich exakt so wie im Weißen Haus.

Nur der Eisladen des Vertrauens hatte noch zu. Damn.

Mein Track der Woche ist Sherpa von Angine de Poitrine. Ich liebe diese gestreckten Riffs ja sehr und lasse mich derzeit gerne von sowas in Tagträume schunkeln.

Foto einer Schüssel Bibimbap. Saugeil.

Ich habe diese Woche viel und gut gegessen. Meine Kalorien der Woche waren ein Bibimbap mit Tofu und Gemüse, das ich mit einem alten Freund bei einem neuen koreanischen Restaurant in meiner Heimatstadt gegessen habe. Wir waren sehr begeistert.

Wir spielten auch noch eine Runde Naishi. Ein taktisches Kartenspiel, das mir sehr gut gefallen hat.

Ich in der Densha de Go! Kabine vor drei Monitoren beim Training für die Umschulung in der zweiten Lebenshälfte.

Mein Highlight der Woche war der erneute Besuch mit der Gang im Videospielmuseum Hi-Score hier in Hannover. Neu gegenüber dem noch gar nicht so lange zurückliegenden letzen Besuch war ein Densha de Go! Zug Simulator, der dort mit einer kompletten Fahrerkabine stand. Alter, war das geil! Ich liebe Zugsimulationen und das hier war die ultimative Erfahrung eine zu spielen. Ich überlege noch, ob ich die Fotos gleich mit in die Bewerbung bei den Hannoverschen Verkehrsbetrieben klebe. Das Hobby in der zweiten Lebenshälfte zum Beruf machen halt.

Am heimischen TV wurde auf Wunsch des dieser Tage erwachsen werdenden Nachwuchses Resident Evil Requiem gespielt. Mein letzter Teil dieser Reihe ist mit Resi 4 schon eine Weile her und ich wusste nicht, ob ich sowas überhaupt noch spielen könnte. Aber es macht mir großen Spaß. Ich darf zwar nur die Grace Szenen spielen, aber die machen ja auch den Großteil des Spiels aus. Und auf die plumpe Splatter-Action mit cringen Einzeilern von Leon habe ich auch gar nicht so viel Lust. Passt also. Ich freue mich, dass ich nach so vielen Jahren wieder zurück zu dieser Serie gefunden habe.

Wir spielen übrigens die UK Version auf der Switch 2. Die lag einigermaßen günstig beim Videospiel-Dealer unseres Vertrauens und ich finde die Switch 2 macht ihre Sache hier sehr gut.

Weil ich die ganze Zeit sehr angespannt bin, wenn das neue Resident Evil läuft, spiele ich natürlich weiterhin Animal Crossing New Leaf auf dem 3DS XL, um wieder runterzukommen. Hier musste ich eine neue, eigene Stadt starten, weil ich bei der alten kein Bürgermeister war, aber nur dieser wichtige Veränderungen und Bauten anstoßen darf. Ich nutze den Neuanfang, um mir via Wuumiibo die gewünschten Bewohner einzuladen: Neben Epona und Ganon aus der Zelda Serie und der Katze aus Monster Hunter durfte auch meine Favoritin Coco einziehen. Leider fand ich die Amiibo Lampe im Spiel erst am zweiten Tag, also wurde ein Bauplatz automatisch vergeben. Natürlich war das direkt eine Vollkatastrophe.

Ausgerechnet Charlise, ein giftgrüner Teddybär, zog in meine Stadt und ich brauche dringend die Möglichkeit, mit Bells die Beseitigung eines Bewohners bei einer Hitman bestellen zu können. Ich bin mir sicher, dass das genau in den Plan des Großkapitalisten Tom Nook passen würde, dieser das aber bei Shigeru Miyamoto und Shuntaro Furukawa einfach nicht durchgewunken bekommt. Vielleicht ja im nächsten Teil der Serie.

Apropos Hitman: Auch hier wird der Release von Resident Evil Requiem zelebriert. Mit einem Elusive Target, das von Milla Jovovich verkörpert wird. Deren Resident Evil Filme waren zwar wie viele Werke von Paul W.S. Anderson überflüssig, aber die Geste ist natürlich mehr als super. Und ich war nicht wenig überrascht, was mich in dieser Mission erwartete. Weil ich der Herausforderung beim ersten Versuch allerdings nicht gewachsen war, löste ich die Situation im zweiten Anlauf so wie ich es am besten kann: Mit kurzen, präzise Feuerstößen, bevor es richtig losgehen konnte. Was zählt ist auf dem Platz.

Im Kino haben wir den neuen Film von Jim Jarmusch gesehen. Father Mother Sister Brother fing super an. Mayim Bialik, Tom Waits und Adam Driver waren grandios, aber alles was danach kam verpuffte für mich in ermüdender Belanglosigkeit. Lediglich die Leberwurststulle, die der stark erkrankte Besucher neben uns im Kino aß, wenn er nicht nieste oder hustete, sorgte dafür, dass mir nicht die Augen zufielen. Und ich mag das lakonische Kino Jarmusch normalerweise sehr.

Bei Netflix, die nun doch nicht HBO kaufen, weil Trumps Handlanger bei Paramount nochmal nachgelegt haben, sah ich The French Dispatch von Wes Anderson. Zum zweiten Mal und wie so oft in letzter Zeit, gefiel mir die Wiederholung nochmal besser. Vielleicht hat er sich jetzt sogar in meine All-Time Favoriten gespielt.

Das Finale vom Knight of the Seven Kingdom war lediglich ein schöner Epilog und das zeigte einmal mehr, wie anders diese Serie ist. Wenn man mal vom Rückblick-Fauxpas in der vorletzten Folge absieht. Ich freue mich auf Staffel Zwei.

Weil das Kind mir ja die Jurassic Park Bücher ans Herz legte, hörte ich diese Woche The Lost World zu Ende. Von der öden Dinosaurier Action im Finale mal ab, wieder ein super Buch über das Thema Massenaussterben. Aber das Crichton sich so tief vor Spielberg bückte und nicht nur ohne eine plausible Erklärung Ian Malcom wieder von den Toten auferstehen ließ, sondern auch wieder zwei Kids reinschrieb, ist schon bemerkenswert schlecht. Und dann schüttelt der Spielberg ihm die Hand, dreht sich um und schreibt das ganze Buch um. Das ist wiederum bemerkenswert frech. Karma is a Bitch.

Ich besitze jetzt übrigens seit gut drei Wochen das erste Mal in meinem Leben einen Nintendo 3DS und trage den natürlich immer mit mir rum. Für den zufälligen Fall, dass da draußen in meiner Nähe noch jemand so bekloppt ist wie ich, den 3DS ebenfalls dabei hat und so eine StreetPass Begegnung mit mir auslöst. Und gestern Nachmittag ist das tatsächlich passiert. Vermutlich im Videospielladen, als ich Resident Evil kaufte. Verrückt. Ich dachte es dauert länger. Danke Snowy.

Ein eingerollter, schlafender Kater auf einem Sofa.

Bis dahin. Bleibt gesund.
Alerta, alerta, antifascista! ✊

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