Panik auf Funkotron!

Gutes Disney, schlechtes Disney, ein Schakal und Brettspiele

Eine aufregende Woche geht zu Ende. Aufregend, weil diese Woche eine nicht unerhebliche Entscheidung basierend auf einer fixen Idee, die nun seit mehr als einem Jahr in meinem Kopf umherschwirrt, offiziell gemacht wurde. Ab April diesen Jahres arbeite ich nur noch vier Tage die Woche für meinen Arbeitgeber. Der Montag wird dann für meine eigenen Projekte und Hobbies genutzt. Zuerst wird das Videospielentwicklung sein. Neben meiner eigenen Space Sim will ich auch weiterhin Mini-Spiele machen, die auf wirren Ideen meinerseits basieren und die dann wie immer für lau auf Itch zu haben sind. Die eine oder andere Person wird sich jetzt fragen, warum ich auf einen Teil meines Gehalts verzichte, um die neugewonnene Zeit dann mit dem Programmieren brotloser Kunst zu verbringen? Na, weil mir genau das Spaß macht und ich ganz sicher nicht noch eine zweite Tätigkeit mit irgendeiner Art Druck dahinter ausführen möchte und hoffentlich auch weiterhin nicht muss. Ich bin sehr gespannt und kann es gar nicht erwarten.

Ein Missions-Dialog in meinem Spiel Hauler: „Hello! They call me Kartal Ponkil. Good timing. Haul this crates of space Corgis to Solo Hub. Thank you in advance.“

Bis dahin schiebe ich Gamedev weiter auf die Abende unter der Woche, was allerdings sehr schleppend und nur in kleinen Happen passiert. Immerhin habe ich diese Woche bei Hauler64 die Mechanik für die zufällig generierten Missions-Dialoge fertiggestellt und das gibt dem Ganzen doch nochmal eine Spur mehr Persönlichkeit. Außerdem habe ich fleißig Fische gepixelt, weil ja auch Angeln Teil meiner Space Sim sein wird. Logisch!

Ein gepixelter kleiner roter Kraken mit großen Augen.

Auch eine kleine Bonus-Mechanik für das Ausführen der Jobs ist mir eingefallen, die nichts an der Coziness des Spiels zerstört, aber dennoch für die, die wollen eine kleine Herausforderung birgt. Dazu später mehr.

Eine Aufnahme einer in rotes Licht getauchten Bühne mit einem Schlagzeug aber noch ohne Musiker*innen.

Am Donnerstag Abend waren wir auf dem Konzert der Asian Dub Foundation und das war in zweierlei Hinsicht ein Knaller. Nicht nur, dass diese Gruppe keinen Deut weniger rockt als vor dreißig Jahren, es war auch mal wieder sehr lustig nicht der Älteste auf einem Konzert zu sein 😅 Und dass Nathan „Flutebox“ Lee dabei war hat den Abend perfekt gemacht.

![Ein Tisch mit Elementen des Spiels Next Station]/img/img_1411.webp)

Gestern waren wir kurz auf der Hildesheim Spielt in, nun ja, Hildesheim und haben uns Inspirationen für zukünftige Brettspielabende geholt. Next Station (oben im Bild), mit Mini Metro Ästhetik hat uns nach der ersten Runde quer durch London sehr gut gefallen und wurde direkt bestellt.

Auch der Loot Crawler Dungeons of Doria sah interessant aus, ist mit 100 Euro aber auch nicht ganz günstig. Umso cooler fand ich, dass man hier für 15 Euro die Möglichkeit hat, die Elemente herunterzuladen und dann selbst auszudrucken.

Bei Sea of Thieves muss ich mir wohl eingestehen, dass ich den Season Pass nicht mehr pünktlich zu Ende spielen kann. Schade, aber es kostet durchaus Zeit und die war diese Woche und auch dieses Wochenende einfach nicht da. Es lag aber auch an Monster Hunter Rise: Sunbreak, wo ich gewissenhaft ein bis zwei Monster pro Tag mit maximal drei Fremden besiegt habe. Ich finde ja, dass diese Rise Joint Requests eine sehr tolle Sache sind und mir persönlich gefallen sie viel besser als eine MMO-Lobby wie bei Wilds, wo sich jeder auf die Füße tritt. Die Anonymität von Rise, wo man sich mal auf die Schnelle und zufällig für einen Kampf trifft, ist mir da doch um einiges lieber. Quasi wie Grinder aber für die Monsterjagd.

Geschaut haben wir vor allem zwei Serien: Zum einen haben wir endlich mal mit Star Wars Skeleton Crew angefangen und sind positiv überrascht. Sehr kurzweilig und durchaus gut gemacht.

Und weil wir immer noch ein WOW-Abo haben, was in der Regel mehr Sorgen als Freude bereitet, wir es aber nicht kündigen wollten, weil dort nächste Woche die dritte Staffel von White Lotus startet, haben wir The Day of the Jackal angefangen. Und das ist bereits in den ersten beiden Folgen eine dicke Empfehlung. Es fängt zwar mit einer Situation an, die mit einem rechtsgesinnten deutschen Politiker, der Bundeskanzler werden will sehr dicht am aktuellen Zeitgeschehen angesiedelt ist, aber nun ja. Seht selbst. Es lohnt sich.

Die letzte Folge von Dexter: Original Sin flimmerte gestern bei uns auf dem TV und auch wenn die Staffel nicht perfekt war, freue ich mich da durchaus auf mehr. Dexter ist ja mein Guilty Pleasure. Ich frage mich, ob wir nochmal versuchen sollten, die Original Serie weiterzuschauen, nachdem sie sich so schrecklich im Kreis gedreht hat. So als Füllmaterial zwischen wöchentlichen Folgen. Closure und so.

Im Kino war ich doch tatsächlich auch wieder. Leider nicht im Programmkino, sondern im örtlichen Astor mit völlig überteuerten Softdrinks und Popcorn zu Popcorn-Unterhaltung. Dachte ich. In einem Anfall geistiger Umnachtung habe ich zugesagt meine Tochter in Captain America: Brave New World zu begleiten und vielleicht wollte ich einfach nur Bestätigung für das, was ich die ganze Zeit schon vermutet habe: Die Luft ist raus. Es war dermaßen belanglos neutral, dass ich mich frage, ob Disney jetzt absichtlich zwei Gänge runterfährt, damit es in Zukunft nicht mehr so doll auffällt, wenn gar keine Menschen mehr am Film beteiligt sind. Sogar der Soundtrack dudelte so unauffällig generisch vor sich hin, dass ich nur wusste, dass er überhaupt existierte, weil ich im Abspann einige Namen dazu gelesen habe. Erstaunlich. Gut, kann ich das auch für die Zukunft abschreiben.

Bis dahin.
Alerta, alerta, antifascista! ✊

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