Panik auf Funkotron!

Kalorien auf den Teller, Fäuste ins Gesicht und ein modernes Antiquariat

Den aktuellen Schlafrekord auf fast zwölf Stunden erhöht. Wow. Die letzten drei Wochen waren scheinbar härter als ich es mir zugestehen wollte. Zum Glück ist die Urlaubszeit im Büro jetzt vorbei und es sollte von nun an alles weit entspannter zugehen. Heute dann ausgeschlafen und lediglich mit einem seltsamen Schmerz in der rechten Hand aufgewacht. Ich befürchte das liegt vor allem an den exzessiven Fighting Game Sessions der letzten Tage. Es fühlt sich an als wären es die 2000er und als wäre die Switch 2 ein Neo-Geo. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich diese Zeit und diese Spiele vermisst habe.

115 ungelesene Beiträge wurden derweil in den letzten Wochen im Feed Reader angeschwemmt. Die werde ich heute gemütlich bei einer Tasse Kaffee nachholen.

Drei Gerichte mit Nudeln, Reis und viel Soße.

Die Kalorien der Woche waren zahlreich. Trotz des Stresses oder gerade deswegen habe ich mich diese Woche auch beim Kochen entspannt und mir gleich drei neue Gerichte ins Familien-Rezeptbuch eingetragen. Erst hatte ich Lust Spaghetti zu machen, aber griechisch angehaucht, mit Grillkäse und Oliven. Lecker. Das war schon sehr gut. Dann hatte ich Bock auf Sambusik aber wollte nichts frittieren. Also kochte ich eine Variante mit veganem Hack, Pinienkernen und Zwiebeln, gab aber noch Kichererbsen und Mais dazu und servierte es auf einem Teller Reis. Richtig gut. Dann habe ich vegane Reste aus dem Kühlschrank weggebraten und die Reste der Tomatensoße vom Vortag drüber gegeben und mit einem Vintage Cheddar garniert. Passte auch noch sehr gut.

Mein Album der Woche habe ich zufällig auf Bandcamp gefunden. Everything I never said out loud von Dark Juney. Der Künstler ist mir komplett unbekannt und wenn sich das Album in Anbetracht der Cover Art nachträglich als KI-Mist herausstellen sollte (sind die schon so gut? Ich habe keinen Plan und ignoriere diesen Marketing Trend) oder inhaltlich doch noch irgendwie fragwürdig sein sollte, entschuldige ich mich dafür. Ich fand es aber beeindruckend gut und hörte es die Woche zweimal im Büro durch. Über den Künstler habe ich aber so gut wie nichts herausbekommen können. Strange.

Auch meine Gamedev Projekte haben Fortschritte gemacht. Mein Spider-Man Spiel .p8rker ist fertig und wartet auf Musik und letztes Fine Tuning. Haulers kriegt weiterhin hier und da kleine Details hinzugefügt und ich merke, wie die kleine Pause dem Projekt sehr gut tat. Ich finde immer noch Dinge, die das Spiel deutlich aufwerten.

Eine Switch 2 mit einem Portrait von Tachibana Ukyo aus Samurai Shodown und einer Tasse Kaffee daneben.

Wie schon geschrieben stand die Woche ansonsten vor allem im Zeichen der Prügelspiele. Samurai Shodown unterhielt mich weiterhin sehr gut auf der Switch 2, aber Mitspieler*innen habe ich online leider nicht gefunden. Eventuell sind ja auch schon die Server abgeschaltet. Schade. Der Story- und der Gauntlet-Modus machen mir trotzdem auch alleine Spaß und ich merke schon, dass ich mal wieder eine kleine Samsho Daddelparty ins Leben rufen muss.

Zähneknirschend habe ich mir noch Hibiki dazugekauft, weil sie eine meiner Lieblingsfiguren aus The Last Blade war. In Samurai Shodown wurde sie gut implementiert und ist sehr flott zu spielen.

Das Thema DLCs und Mikrotransaktionen ist bei Versus-Prüglern aber einmal komplett gegen die Wand gefahren worden. Meine Fresse. Überall wimmelt es nur so von Season-Pässen und neue Figuren, die einzeln alle über fünf Euro kosten. Neben Hibiki hätte ich auch gerne noch Basara gehabt. Aber die sind in zwei verschiedenen Pässen enthalten, die jeweils 20 Euro kosten. Oder ich kaufe beide einzeln und zahle zusammen 12 Euro. Das ist doch Bullshit. Wenn es wenigsten einen dynamisches Bundle geben würde, wo ich mir vier Figuren für 20 Euro aussuchen könnte. Mag ich nicht und warte auf einen Sale, der mir eventuell irgendwann den kompletten Roster an Kämpfer*innen freischaltet.

Das Portrait von Chun-li und Mai Shiranui in Street Fighter 6, die vor dem Kampf Grimassen ziehen. Bestes Feature.

Natürlich musste ich mir noch Street Fighter 6 für die Switch 2 holen. Zum Glück wurde ich auf ein Schnäppchen beim örtlichen Elektronikmarkt hingewiesen, wo es die Cartridge mit allen Kämpfer*innen der Jahre Eins und Zwei im Angebot gab. Nur um dann unbedingt Sagat haben zu wollen, der aber nochmal fünf Euro kosten soll. Ich kann aber nicht genau fünf Euro an Fighting Coins kaufen sondern nur das etwa Doppelte. Man fühlt sich hier schon ein bisschen veräppelt. Aber Street Fighter 6 auf der Switch 2 ist ein Traum und neben schönen lokalen Matches hatte ich auch schon einige tolle Online Duelle und habe ordentlich auf die virtuelle Nase bekommen. Nur causal versteht sich. Ranked muss ich nicht mehr haben. Ich spiele Ed und Terry und merke schon, wie ich meine Skills (ha,ha!) demnächst mal ins örtliche Videomuseum Hiscore tragen muss. Dann heißt es am Videospielautomaten endlich wieder: Der Gewinner bleibt drin und der Verlierer gibt an!

Screenshot mit einem Bücherregal und einer Kundin, die nach einem kurzen Buch fragt. Das aktuell ausgewählte Buch ist The Martian von Andy Weir.

Beim Indie Showcase von Nintendo gab es zwei Highlights für mich, die dort nur so am Rande erwähnt wurden: Tiny Bookshop war plötzlich auf der Switch draußen und Strange Antiquities, der Nachfolger des großartigen Strange Horticulture kommt nächsten Monat ebenfalls auf die kleine und große Nintendo-Konsole. Und Tiny Bookshop ist genau das was es verspricht. In meinem Bücherwagen muss ich in einem verschlafenem Küstenort umherfahren und möglichst viele gebrauchte Bücher an die Leser*innen bringen. Statistiken verraten mir dabei, was wo gut ankommt und spezielle Kundenwünsche muss ich mit möglichst treffenden Buchempfehlungen erfüllen. Dass es sich dabei um echte Bücher handelt, macht das Ganze noch mal um einiges lustiger. Die Bücher ordere ich paketweise und ich weiß nie, was drin ist, bis ich sie ins Regal gestellt habe. Tolle Idee und cozy as feck. Feinster Eskapismus mit dem Beruf der Buchhändler*innen als Game Loop. Zum Glück ohne den miesen Mindestlohn, der im echten Leben irgendwie für Essen, Miete und Leben reichen muss.

Meine Frau verbrachte die Woche derweil in Tales of the Shire und sie bleibt sehr angetan von dem Spiel. Es geht halt wirklich um Hobbits und zwar nicht um die Tooks, sondern die, die den ganzen lieben langen Tag schlafen, kochen und essen. Mehr ist es nicht und so ist es auch korrekt. Sie hat Spaß und kann durchaus verstehen, wenn das anderen nicht genug ist. Wir finden beide, dass die Hobbits aber ganz, ganz schrecklich aussehen. Kein Plan, was da schiefging.

Mit unserer Tochter haben wir schon vor ein paar Wochen bei Disney+ einen weiteren Rewatch von Akte X angefangen. Den letzten hatten wir nie durchgeschaut und jetzt fangen wir halt wieder von vorne an, weil sie sich an nichts mehr erinnern kann. Okay. Das dürfte dann mein dritter Rewatch sein und ich hoffe inständig, dass wir es dieses Mal bis zu den neueren Staffeln schaffen. Die habe ich nämlich noch nie gesehen. Kann ich immer noch gut gucken, auch wenn es wie die Einstiegsdroge der Schwurbler*innen und Verschwörer*innen wirkt. Da stehe ich in diesem Fall drüber.

Die letzte Folge der zweiten Staffel von Poker Face lief gestern bei uns und der Ausbruch aus dem Case of the Week Schema für ein Doppelfinale gefiel mir. Ich bin gespannt, wie und ob es weitergeht.

Die wöchentliche Folge Star Trek: Strange New Worlds hatte endlich mal wieder eine Strange New World. Eigentlich eine ganz klassische Folge, die in ihrer Struktur in der neuen Staffel aber noch fehlte. Ich könnte Cillian O'Sullivan übrigens den ganzen Tag zuhören. Diese Stimme, ey! Der soll mir mal bitte ein Hörbuch einsprechen. Irgendeins. Ist mir völlig egal welches.

Ein MZ-R30 MD Walkman der kabellos läuft. Die Batterieanzeige steht bei 80%.

Irgendwann diese Woche saß dann unsere Tochter bei uns im Wohnzimmer und fing an zu erzählen, dass sie gerne einen Walkman hätte, nur um mal ein Mixtape zu machen und dieses dann unterwegs so zu hören, wie wir es damals mussten, weil nun ... wir hatten ja nichts. Mein Eltern-Spinnensinn schlug natürlich direkt an und weil ich eine Walkman-, Tapedeck- und Was-weiß-ich-noch-Shopping Spree irgendwie vermeiden wollte, erinnerte ich mich an meinen alten MiniDisc Walkman, der tatsächlich noch in meiner Technikschublade lag. Den hatte ich damals gekauft, als wir noch mit DAT-Rekordern unterm Arm durch den Untergrund getingelt sind und unsere Beats von DAT-Tapes abgespielt haben, zu denen wir dann gerappt haben.

Gute alte Zeit, aber mit dem MD Walkman im Rucksack war das alles sehr viel angenehmer und so sieht der Kleine heute auch aus. Der hat damals viel mitgemacht und er hat einmal alles gesehen. Von ausgelassenen Partys in Backstage Räumen zu mal sehr guten und mal weniger guten Auftritten. Schön, dass er immer noch funktioniert. Nach ungefähr 27 Jahren war der Akku natürlich hinüber und das Teil lief nur noch mit Netzteil. Zu unserer Überraschung konnte ich bei Ebay allerdings für 15 Euro einen neuen Akku bestellen und der funktioniert tatsächlich tadellos. Irgendwer stellt die Teile in den Tiefen Asiens scheinbar immer noch her. Warum auch immer.

Das Mixtape wurde aufgenommen, aber die Tücke der Technik überspielte das erste Lied mit dem letzten Lied. Der MD Walkman wurde daraufhin nie wieder angerührt und verschwand wieder zurück in der Technikschublade 🙃

Eine Katze spielt mit ihrem Geburtstagsgeschenk, einem Lavendel-Kuschelkissen. Es roch aber nicht nach Lavendel sondern nach Fischsoße. Örgs.

Bis dahin. Bleibt gesund!
Alerta, alerta, antifascista! ✊

journal

⬅ Vorheriger Beitrag
Nostalgisches aus Battlefield und Samurai Shodown sowie eskalierende Eskorte

Nächster Beitrag ➡
Das Leben der Anderen - Der Telefonmann