Kalorienreiche Woche mit viel Simulatoren, einem großartigen Schleichspiel und einer Bierbong
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Eine spannende und mit Medienkonsum vollgepackte zweite und damit letzte Sommerurlaubswoche liegt hinter uns und ich genoss jede Minute davon sehr. Als kleines Highlight wurden wir am Freitag noch auf die Hochzeit von zwei Freundinnen unseres Sohnes eingeladen, die den heiligen Bund ihrer Ehe unter anderem an einer Bierbong vollzogen. Da sag doch nochmal einer, die Millenials würden nicht ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten ❤️

Die Kalorien der Woche waren diese Woche so vielfältig, dass ich eine Collage davon erstellen musste. Es gab einen Mix aus italienischen, vietnamesischen und japanischen Köstlichkeiten. Nicht auf dem Foto ist das leckere Buffet der Hochzeit und mein Linsenchili, das gestern Abend für einen feurigen Abschluss der kulinarischen Festtage sorgte.

Zu meiner Freude entdeckte ich das in Irland lieb gewonnene alkoholfreie Guinness bei uns im Edeka nebenan. Das wird sehr schwer, davon wieder wegzukommen. Ist mir aktuell aber erst einmal egal und ich genieße mein Pint pro Abend (oder zwei) aus dem aus Irland mitgebrachten Glas. Nicht in der Bierbong.
Die erste Hälfte der Woche stand dann ganz im Zeichen von Simulationen. Von unseren Gastgeber*innen in Irland angesteckt, haben wir uns Train Sim World 5 aus dem Game Pass geladen und versucht, uns als Zugführer*innen über Wasser oder besser über den Schienen zu halten. Das ist gar nicht so einfach und macht so lange Spaß, bis man nach 30 Minuten kurz vor dem Ziel ein rotes Signal übersieht und wieder von vorne anfangen muss. Spielverderber!
Auch der Microsoft Flight Simulator 2024 bekam eine weitere Chance von mir. Der Photo Collection Modus, bei dem ich vorgegebene Tierarten auf dem Globus erspähen und fotografieren soll, klang auf dem Papier super, verwehrte mir in der Praxis allerdings jegliche Fauna. Ich habe keine Ahnung, was ich tun muss, um in diesem Spiel jemals ein Tier zu sehen.

Außerdem habe ich mich wieder dem Hard Sci-Fi hingegeben und bin in der dritten Simulation der Woche wiedermal in Delta V: Rings of Saturn in die titelgebenden Ringen abgetaucht und habe dort nach wertvollen Mineralien und Metallen gesucht. Das klappt nach wie vor super und ich befinde mich mit gemäßigter Geschwindigkeit auf dem Weg zum Reichtum. Ich habe mir allerdings auch endlich ein paar Guides angeschaut, die Anfängern wie mir auf die Sprünge helfen. Und ja, die Anschaffung der beiden Point Defense Emitter, die nun völlig autonom links und rechts von meinem Schiff Eis kondensieren und so die darin verborgenen Schätze freilegen, sind ein Game Changer. Wenn ihr Lust auf sehr ruhiges, leicht hypnotisierendes Mining im Weltraum zu toller Musik habt, gebt diesem Spiel die verdiente Chance. Man muss sich reinfuchsen, aber wenn man erstmal drin ist, ist es da sehr gemütlich.

Ich blieb im Weltraum und bei Game Changern: Star Trucker hat ein Update bekommen, das alles verändert. Nicht nur dass es einen Bug behob, der mir verwehrte, es durchzuspielen. Man kann jetzt auch endlich im laufenden Spiel über das neue Schwierigkeitsgrad-Setting im Optionsmenü all das abschalten, was dem Erfolg des Spiels bloß Steine in den Weg legte. Neben dem Energiekonsum, der eh nur nervte, kann ich jetzt sogar die auftretenden Alterserscheinungen der Ersatzteile abschalten. Endlich! Es reicht nämlich vollkommen regelmäßig zu tanken. So kann ich mich wieder dem eigentlichen Spiel zuwenden: Space Trucking! Ohne die ganze Zeit auf der Suche nach Schnäppchen für Platinen, Luftfilter und Batterien zu sein. Game of the Year für mich. Danke dafür!

Apropos Game of the Year: Das wird dieses Jahr eine knappe Entscheidung. Denn Eriksholm erschien ebenfalls diese Woche und dank meines Urlaubs zockte ich es in drei Sitzungen durch. Und das, obwohl jede der acht Episoden durchaus zwischen 45 und 75 Minuten dauerte. Ich konnte es nicht mehr weglegen. Und ich habe noch nicht einmal alles gefunden. Es ist eines der besten Schleichspiele der letzten Jahre. Wenn ich wirklich keinen Funken Frust erfahre, obwohl das Spiel sofort Game Over ist, sobald ich entdeckt werde, dann haben die Entwickler*innen alles richtig gemacht. Bravo! Und wenn ein Spiel dabei noch so wunderschön aussieht, dann bin ich einfach hin und weg. Ich würde mich sehr freuen, wenn da noch mehr kommt.
Die Filmabende bestimmte wie üblich unsere Tochter und die hatte was von A Quiet Place mitbekommen. Wo wir uns sonst nur noch schwer auf einen Film einigen können, auf den sie und wir Lust haben, flimmerte die Reihe mit allen drei Teilen innerhalb von ebenso vielen Abenden über unseren Fernseher. Teil Eins kannte ich schon und mag ihn immer noch. Teil Zwei war aber auch gut, weil Cillian Murphy eh der Beste ist. Und Teil Drei hat mich durchaus überrascht. Konnte ich alles gut mitgucken.
Auch 28 Days Later haben wir noch einmal geschaut. Der war aus dem iTunes Store allerdings so übel hochskaliert und überschärft, dass mir die 4 Euro Leihgebühr etwas wehgetan haben. Der hätte sicherlich als YouTube Upload in 480p besser ausgesehen. Schade. Dass es sowas überhaupt in den Store schafft, ist schon ein bisschen frech.
Freitag lief außerdem das Staffelfinale von MobLand und das hat mir, wie auch der Rest der Serie, sehr gut gefallen. Mal schauen, was da noch kommt und ob es im Gegensatz zu Gangs of London auch noch in den folgendenen Staffeln zu ertragen ist.
Es gibt auch schon wieder eine neue Dexter Serie, dieses Mal wieder mit Michael C. Hall in der Hauptrolle und als direkter Nachfolger zu New Blood konzipiert. Dass Batista aber in der ersten Folge wieder mit dabei ist, hat uns dann leider nur wieder an die schlechten letzten Staffeln der Ur-Serie erinnert. Der Neuanfang in New Blood war ja dringend nötig, und altes Blut macht das jetzt irgendwie wieder zunichte. Schade.
Zum Glück gibt es auch noch neue Folgen von Star Trek: Strange New Worlds. Die Serie hat uns ja zusammen mit Lower Decks endlich wieder zu überzeugten Trekkies konvertiert. Und die erste Folge gefiel mir auch schon wieder sehr gut. Den überragenden Theme Song halte ich ja immer noch für einen musikalischen Geniestreich. Wie gekonnt er alte und neue Elemente vermischt, ist einfach großartig. Und ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn er läuft. Daher wird bei Strange New Worlds, genau wie bei Lower Decks auch, kein Vorspann jemals bei uns geskipt werden.
Durchgehört habe ich noch die letzten Kapitel des Hörbuchs Barbary Station. Das hatte ich mittlerweile bereits dreimal für Bücher unterbrochen, die ich unbedingt hören wollte. Unfair und natürlich litt Barbary Station bei mir darunter. Zum Ende kam es mir sehr langgezogen vor. Die Figuren und das Setting mochte ich aber sehr. Vielleicht höre ich es irgendwann nochmal. Hat ja auch bei The Mountain in the Sea geklappt, was mir beim zweiten Hören plötzlich sehr gut gefallen hat.

Mit dem Sherlock Holmes Book Nook zog diese Woche noch überraschend ein neues LEGO-Set bei uns ein. Dafür haben wir ja eigentlich gar keinen Platz mehr, weder im Geldbeutel noch im Regal, aber immerhin ist letzteres hier ja gar kein Problem. Weil so ein Book Nook eben ins Bücherregal zwischen zwei Bücher gestellt wird. Vorzugsweise zwischen die komplette Sammlung von Sherlock Holmes Geschichten, aufgeteilt in zwei Bände. Tolles Set, my dear Watson.

Mit einem Freund spielte ich diese Woche auch noch offline und zwar Sky Team. Richtig tolles kooperatives Würfelspiel, bei dem man gemeinsam versuchen muss, ein Flugzeug in Richtung des Zielflughafens zu fliegen und es dann dort zu landen. Logisch. Macht richtig Bock und trotz eines turbulenten Fluges landeten wir pünktlich in Montreal. Muss ich haben. Irgendwann.

Bis dahin.
Alerta, alerta, antifascista! ✊