Zwei Hochzeiten, ein Noir Drama und der eine oder andere Todesfall durch Vampire
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Meine Arbeitswoche direkt nach dem Urlaub war alles andere als ein sanfter Einstieg und in meinem leicht angeschlagenen Zustand dermaßen übel, dass ich es am Freitag nur noch im Turbo-Modus mit dem Rad wieder nach Hause geschafft habe. Um mich dann nach kurzer Pause noch ins Kino zu schleppen und danach erstmal zehn Stunden am Stück zu schlafen. Was ich seit was weiß ich wie lange nicht mehr gemacht habe. Gereicht hat es dann aber trotzdem nur für einen halben Samstag und ich fiel abends erneut erschöpft ins Bett um nochmal zehn Stunden Schlaf nachzulegen. Gefühlt geht es mir heute wieder besser. Das muss dieses Alter sein. Mag ich nicht.

Schnell was Positives schreiben: Meine Tochter hat dieses tolle Foto mit der PowerShot von einem Roten Panda in unserem Zoo gemacht, der an dem Tag wohl überraschend aktiv war.

Die Kalorien der Woche waren ausgerechnet ein New York Cheesecake, den meine Frau und meine Tochter nach Anleitung Cynthia Barcomis gebacken haben. Weil ich aber nur den ollen deutschen Käsekuchen kannte, dachte ich, ich mag das gar nicht. Von wegen! Er ist sehr gut geworden!
Die digitale Unterhaltung dieser Woche war vor allem Lacuna, das ich vom Pile of Shame der Switch gezogen habe. Ein Noir Detektivdrama mit wunderschöner Pixelgrafik und tollen Animationen. Der Clou: Das Spiel kann auch durchgespielt werden, ohne dass man den Fall löst. Krass. Und so ist es mir zwar gelungen, den Handlanger hinter einem Anschlag dingfest zu machen, nicht aber die Verschwörung aufzudecken, die ihn für den Rest seines Lebens ins Gefängnis gebracht hätte. Außerdem versagte ich bei dem Versuch, meine entführte Tochter freizukaufen und erlitt eine Schusswunde, die mich von der Hüfte abwärts lähmte. Uff. Das Spiel hat wirklich Spaß gemacht, aber das Ende hat mich doch sehr demotiviert. Ein zweiter Anlauf bleibt hier wohl aus.
Für mich überraschend erschien diese Woche auch noch Wildgate, aber ich sags mal so: Es geht eher zäh voran. Es ist eben ein Koop-Spiel, bei dem man eigentlich untereinander kommunizieren sollte. Sonst wird es schwierig. Habe ich aber aktuell keinen Bock drauf. Trotzdem macht es Spaß und ich habe immerhin schon einmal mit einer fremden Crew das Artefakt erobert und beinahe hätten wir es auch durch das titelgebende Wildgate gebracht, wurden dann aber besiegt. Ich bleibe dran. Insgesamt sind mir die Wartezeiten auch noch etwas zu lang. Warum muss ich den zum Beispiel zwei Minuten mit allen Crews im Hangar warten bevor es endlich losgeht, wenn es da so gar nichts zu tun gibt!? Mal sehen, was da noch kommt.

Die restlichen Abende habe ich weiterhin mit Delta V: Rings of Saturn verbracht. Das ruhige Mining zu einer Tasse Tee am Abend ist aktuell mein Go-to Cozy Game. Und diese Woche habe ich sogar mal ein verlassenes Raumschiff gefunden und repariert, was mich nach dessen Verkauf mit einem ordentlichen finanziellen Bonus belohnte. Demnächst kaufe ich mir dann endlich auch mal ein neues Schiff.
Im TV liefen die neuen Folgen von Poker Face (weiterhin großartig mit tollen Gastrollen!), eine Hochzeits- und eine Zombie-Folge bei Star Trek: Strange New Worlds (beide ❤️!) und zwischendurch ebenfalls eine Hochzeitsfolge aus der vierten Staffel von The Bear (ebenfalls ganz ❤️!).
Im Kino sah ich das Fantastic Four: First Steps Reboot und war sehr überrascht. Buchstäblich, denn ich hatte weder einen Trailer gesehen, noch wusste ich, wer da abgesehen von Pedro Pascal eigentlich mitspielt. Und wie toll, dass dann so viele von mir geschätzte Schauspieler*innen mitgemacht haben. Meine Tochter ließ mich vorab den Villain raten. Okay, das lässt sich bei den Fantastic Four relativ einfach eingrenzen und ich gab ihr drei Antworten. Die tauchten dann auch alle im Film auf, was uns beide erfreute. Insgesamt für mich endlich mal wieder ein schöner Superhelden Film mit nahezu perfektem Pacing. Ich hatte sehr viel Spaß.
Dann schauten wir noch Sinners, den neuen Film von Ryan Coogler via iTunes und ich war ebenfalls sehr begeistert. Auch hier wusste ich außer dem Regisseur und dem Hauptdarsteller von nichts und Holy Moly war das eine abrupte Überraschung nach einer sehr, sehr ruhigen Einführung. Mochte ich.
Ganz im Gegenteil zum Vampirfilm Abigale den ich Anfang der Woche sah. Puh. Irgendwie hat mir hier weder der Stil noch die Umsetzung gefallen. Und dass ausgerechnet das hier und irgendwer in Garfield die letzten Rollen von Angus Cloud sind, fand ich auch richtig schade.

Gelesen habe ich diese Woche den neuen Band von Yakuza Goes Hausmann und tat dies wieder breit grinsend. Ich liebe den Humor von Kousuke Oono (und den des Übersetzers Gandalf Bartholomäus!) so sehr. Vor allem diese Seite.
Diese Woche testete ich außerdem eine für mich neue App. Ich wollte nämlich demnächst anfangen Space Trucker Jess zu lesen, würde es aber auch gerne auf dem Weg zur Arbeit hören können. Nur gibt es davon keine Hörbuchfassung. Ich stieß auf das Open Source Project Readest, dass es für iOS und Android gibt. Hier kann ich DRM-freie Bücher (was Space Trucker Jess lobenswerter Weise ist) hinzufügen und je nach Belieben lesen oder via TTS vorgelesen bekommen. So kann ich meine Bücher abends im Bett lesen und auf dem Weg zur Arbeit weiterhören. Das feiere ich gerade sehr und bis auf eine Kleinigkeit, nämlich dass Readest nicht aufhört mir vorzulesen, auch wenn Siri mir gerade eine Nachrichten an mich vorliest, läuft es sehr gut. Hier hoffe ich, dass in einem der zukünftigen Updates noch nachgebessert wird. Und ja, TTS ist keine LLM Pseudo-KI, aber dafür wird auch nicht gleich ein Hektar Wald gefällt nur damit ich auf dem Rad was zu hören habe.

Bis dahin. Bleibt gesund!
Alerta, alerta, antifascista! ✊