Panik auf Funkotron!

Laue Opening Night, smoothe Bastarde und ein Samurai im Wilden Westen

Diese Woche war Gamescom, aber nicht für mich, weil ich keine Lust mehr auf Hallen mit derart vielen Menschen habe. Ich freue mich dann ja eher auf die Opening Night Live mit Geoff Keighley, die wir uns wie jedes Jahr schön gemütlich auf dem heimischen Sofa angeschaut haben. Und ich fand das immer toll, weil dort das eigene Hobby so wunderschön vor ganz vielen Menschen zelebriert wird. Aber dieses Jahr ging es dann auch mir zu weit. Militär Shooter und Gore Galore wechselten sich ab, als wenn dieses Hobby nicht mehr zu bieten hätte. Lediglich ein, zwei Überraschungen wie Death by Scrolling ließen mich aufhorchen, denn davon hatte ich bisher kein Gameplay gesehen. Schade.

Gut, dass wir vorher noch die wildeste Nintendo Direkt der letzten Jahre gesehen haben: Kirby Air Riders bekam ein eigenes Nintendo Special und warum, wusste selbst Masahiro Sakurai, der Director des Spiels, offenbar nicht und lieferte mit einer einmaligen Präsentation irgendwo zwischen Sarkasmus und Professionalität die kurzweiligste Show des Abends ab. Faszinierend.

Mr. Sakurai, der sich fragt, ob Air Riders nicht quasi Mario Kart ist und dann antwortet, dass es quasi Mario Kart ist.

Diese Woche sollten dann eigentlich Gamedev und die letzten Schliffe für die erste Beta meiner Space Sim dran sein. Aber .p8rker, mein Spider-Man-esques Spiel für PICO-8 zog überraschend viel Aufmerksamkeit auf sich. Das bin ich nicht gewohnt und neben irren High Scores, an die ich als Entwickler nicht mal ansatzweise herankomme, wurden auch noch zwei üble Bugs von den Spieler*innen aufgespürt. Glücklicherweise konnte ich beide ausfindig machen (einer war sehr versteckt) und mit einem Hot Fix tilgen. Außerdem habe ich noch neue Helden und einen Survival Mode hinzugefügt. Wenn schon mal viele Menschen ein Spiel von mir spielen wollen und nicht nur ein kleiner harter Kern (was ich trotzdem total liebe!), dann will ich natürlich auch noch ein bisschen nachliefern.

So kam Haulers leider zu kurz, aber ich habe immerhin angefangen ein kompaktes On-Boarding zu schreiben und umzusetzen. Ich glaube, das mit der Beta kann nicht mehr lange dauern 🤞

Mein Album der Woche war erneut BAWRS von Fatoni, Edgar Wasser und Juse Ju. Dank der Aufmerksamkeit eines Freundes haben die Gang und ich nämlich noch Karten für eines der Zusatzkonzerte im Oktober in Bremen ergattert und da bin ich sehr happy drüber. Klar, dass dann wieder ein bisschen mehr BAWRS lief.

Gespielt habe ich weiterhin viel Tiny Bookshop und das nun schon seit acht Stunden. Interessant, weil der Game Loop repetitiver nicht sein könnte. Aber ich brauche sowas. Gefühlt habe ich gerade mal die Hälfte aller Quests erledigt. Es kann also noch etwas dauern. Dummerweise sind mir die Krimis ausgegangen und Nachschub scheint derzeit nicht in Sicht.

Ladebildschirm von Void Bastards mit dem sehr guten Tipp, dass man den doppelten Schaden macht, wenn man Zivilisten in den Kopf schießt.

Weil ich nie bei Wild Bastards reingekommen bin, ich aber weiterhin nach einem Go-to Roguelike suche, habe ich nochmal den geistigen Vorgänger Void Bastards auf der Switch 2 installiert. Und der rennt auf der neuen Hardware plötzlich ganz wunderbar smooth. Und Spaß hatte ich auch wieder. Das Herumreisen auf einer Karte aus Knotenpunkten, um dann an Raumschiffen anzudocken um diese möglichst komplett von allen Ressourcen an Bord zu befreien, ist schon ziemlich genau mein Ding.

Der Wild Bunch in Wild Bastards, eine Gruppe von Robotern und tierartigen Outlaws in dem Cockpit eines Raumschiffs.

Ich habe dann auch nochmal Wild Bastards angeschmissen und siehe da: Plötzlich hat es gefunkt. Was aber wohl vor allem daran liegt, dass auch dieser Titel jetzt wie eine Eins auf der Switch 2 läuft. Endlich sind die Ladezeiten gefühlt nicht mehr länger als die Kämpfe selbst. Und zwei Outlaws, die mir richtig gut gefallen, habe ich auch endlich freigespielt: Roswell und Billy spielen sich super. Dass meine Spielzeit seit gestern schon fünf Stunden beträgt, heißt wohl, dass ich jetzt dranbleibe.

An Serien liefen die wöchentlichen neuen Folgen der üblichen Verdächtigen Star Trek und Alien Earth, sowie ein paar Folgen des X-Files Rewatchs. Da wir ansonsten aktuell quasi serienlos sind, haben wir einen Rewatch von Mr. Robot gestartet. Und dort hat mir die erste Folge gleich wieder richtig gut gefallen. Ich freue mich auf mehr.

Weil ich immer noch über Weapons nachdenke und es kaum erwarten kann, ihn nochmal zu sehen, konnte ich mich nicht überwinden irgendwas anderes zu schauen. Lediglich Rivalen Unter Roter Sonne mit Toshiro Mifune, Charles Bronson und Alain Delon, den es ebenfalls günstig im Apple Store gab, haben wir uns der Nostalgie wegen gegeben. Meine Frau und ich waren uns sicher, dass wir den beide schon in unserer jeweiligen Jugend gesehen haben, aber zumindest ich hatte alles vergessen. Und bis auf die mittlerweile echt nervende altmodische Handhabe der weiblichen Nebenrollen aus dieser Zeit des Filmemachens, die einfach nur hübsch aussehen durften, wurde ich hier doch immer noch gut unterhalten. Ich hätte gerne mehr Filme mit dem Mifune/Bronson Duo gehabt.

Links das Spiel Sky Team mit einem tollen Cockpit mit diversen Schaltern und Funktionen aus Karton. Daneben mein Kartenspiel Hutton Minimal mit ein paar Würfeln und einem Notizblock.

Diese Woche haben wir erneut einen familiären Tabletop Tag auserkoren. Den Versuch gab es schonmal, hat aber nicht funktioniert. Wir haben den Freitag bestimmt und es hat direkt nicht geklappt. Am Samstag haben wir aber nachgelegt und ein paar Runden Sky Team gespielt, was richtig Spaß macht. Das hätte ich jetzt gerne auch als Raumfrachter-Ausgabe. Apropos Raumschiffe. Ich hatte schon vor längerer Zeit von meinem eigenen Mini-Roguelike Hutton Minimal ein Set Karten ausdrucken lassen, weil ich beim Spielen dachte, dass das doch auch als Kartenspiel funktionieren könnte. Und ja, geht. Wenn ich die Regeln mal vernünftig angepasst und aufgeschrieben habe, lade ich das vielleicht mal zum selber Ausdrucken auf Itch hoch.

Ein Kater, der recht süß auf einer Kuscheldecke vor einem Melonenkissen schläft.

Bis dahin. Bleibt gesund!
Alerta, alerta, antifascista! ✊

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