Panik auf Funkotron!

Scharfer Hong Kong Tofu, scharfe Samuraischwerter und ein Xenomorph mit scharfen Kurven

Eine Woche mit voller Besetzung im Büro, die sich dadurch ja fast schon wie Urlaub angefühlt hat. Trotz genügend Arbeit. So soll es sein. Dafür schlug dann das Wochenende mit unvorhersehbaren Auf- und Umräumarbeiten zu, die uns ein bisschen auf dem falschen Fuß erwischten. Nichts, was eine frisch geöffnete Dose alkoholfreies Guinness im Pint in der Sonne nicht hat lösen können. Es war sogar noch etwas Zeit über, um die letzten Optimierungen bei meinem Spiel .p8rker zu erledigen, was heute online ging. Damit habe ich zwanzig Spiele für die Fantasie Konsole PICO-8 geschrieben und habe jetzt den Kopf frei, um meine Space Sim Haulers endlich für deren Release hübsch zu machen. Es wird ja auch langsam mal Zeit.

Mein Track der Woche ist schon ein paar Wochen alt und schlug etwas später auf meinem Radar auf: The High & Mighty von UFO Fev & Big Ghost Ltd. Ich liebe es, wenn Künstler It’s So Hard to Break a Habit von The Webbs sampeln und das hier ist einfach super gemacht. Es stößt fast meinen Favoriten in dieser sehr individuellen Disziplin vom Thron. Und bei eben diesen beiden Beispielen zeigt sich halt auch sehr gut, wie unterschiedlich Samples eingesetzt werden können und dass es eben doch eine Kunst und kein öder Abklatsch ist. Remix Culture ftw!

Links eine Reispfanne mit Bohnen und Spiegelei, rechts gebratener Tofu mit Gemüse.

Die Kalorien der Woche waren wieder zahlreich und reichten von einer Herzinfarkt induzierenden, selbst gemachter Reispfanne mit Vleisch, Brechbohnen und Spiegelei bis zu einem ganz großartigen Tofugericht aus der Hong Kong Küche von Mama's Kitchen in der Nordstadt. Letzteres war wirklich unglaublich geil und sicherlich nicht der letzte Besuch.

Screenshot von Tiny Bookshop, wo man gesellig am Strand an einem Lagerfeuer chillt.

Tiny Bookshop fesselt mich weiterhin weit mehr, als ich es auf dem Papier vermutet hätte. Irgendwie ist die repetitive Spielschleife vom Einkauf der Bücher bis hin zum Feilbieten derselben in meinem klapperigen Book Truck gerade genau meins. Ich bleibe dabei und kann dieses Spiel von Herzen empfehlen.

Screenshot von Shogun Showdown, der einen kleinen Ninja und zwei Gegner in einer fernöstlichen Pixel-Umgebung bei Nacht zeigt.

Auf meiner leider niemals enden wollenden Suche nach dem nächsten Lieblings Roguelike kaufte ich mir das Spiel Labyrinth of Yomi im Sale für ein paar Euro. Weil ich hörte, dass es sehr gut für Anfänger sei und nun ja, was soll ich sagen? Der erste richtige Kampf im Labyrinth tötete vier von meinen sechs Reck*innen und damit auch meine Motivation. Einsteigerspiel my ass. Also kaufte ich mir einfach noch ein sauschweres Spiel und überführte viel zu spät Shogun Showdown in meine Switch-Sammlung. Und das gefällt mir sehr gut. Es ist auch nicht unbedingt einfach, aber ich merke schon, wie ich mit jeder freigespielten neuen Attacke immer leichter zu den ersten Bossen komme. Sehr schön. Hoffentlich hält das noch eine Weile so an.

Die aktuelle Folge Star Trek: Strange New Worlds wurde scheinbar im Fahrwasser des neuen Fantastic Four Films geschrieben. Richtig gute Folge mit tollem Plot und herrlicher Auflösung.

Dann liefen natürlich noch die beiden ersten Folgen von Noah Hawleys Alien Earth Serie bei Disney+, auf die ich mich sehr gefreut hatte. Und holy moly war das für mich als Alien Fan, der den ersten Teil damals als Spätfilm im dritten Programm heimlich durch den Türspalt bei den Eltern mitgeschaut hat, ein Traum. Das Setting, die Schauspieler*innen, die Musik und das fieseste Alien des Franchises, das mich sehr an die Monster im Buch Alien: Echo erinnerte, wo die Xenomorphs passenderweise als laufende Messer bezeichnet wurden. Passt auch sehr gut bei Alien Earth. Ich liebs und freue mich schon sehr auf die nächsten Mittwoche.

Apropos Mittwoch: Mit unserer Tochter haben wir die erste Hälfte der zweiten Staffel Wednesday bei Netflix geschaut und ich mochte die düsteren Cover im Soundtrack deutlich mehr als den Rest. Die Folge mit dem Sommer Camp fand ich so blöd, dass ich ein bisschen brauchte, bis ich die Episode danach wieder einigermaßen genießen konnte. Ich gucke weiter mit, erwarte aber erstmal nichts.

Im Kino haben wir dann einen Film gesehen, von dem zumindest ich wieder rein gar nichts wusste: Weapons ist ein wahnsinnig gutes Brett von einem Film. Ein Puzzle, das einfach keinen Sinn ergeben will, bis sich ganz langsam alles zusammenfügt. Gerade die Struktur des Films hat es mir dabei angetan. Eigentlich nicht mein Genre, aber ich habe zum Glück eine Ausnahme gemacht, weil mein Kino-Kumpel und ich im Vergleich zur Zeit vor Covid einfach viel zu selten ins Kino gehen. Jetzt warte ich händeringend darauf, dass Weapons auch fürs Heimkino erscheint, weil ich ihn am liebsten direkt nochmal schauen würde.

Durchgehört habe ich diese Woche das mit vier Stunden eher kurze Hörbuch Automatic Noodle von Annalee Newitz. Wurde mir als Solar Punk empfohlen, ist aber eher ein cozy Nachkriegsdrama über eine Ghost Kitchen, in der Roboter vor dem Krieg zwischen Kalifornien und dem Rest der USA mäßig gutes Fastfood für Bringdienste zubereiteten. Weil von ihren menschlichen Besitzern nach dem Krieg jede Spur fehlt, entscheiden sich die Automaten den Imbiss fortan selbst in die Hand zu nehmen und endlich gutes Essen zu kochen. Es geht aber nicht nur um gutes Essen, sondern auch um Diversität, Online Harassment und um Algorithmen, die unser Leben bestimmen und denen man nicht entkommen kann. Hat mir gut gefallen.

Bemerkenswert auch wieder, wie mich das Leben trollt, indem es mir nach einem eher semi-optimalen Ausflug in die Welt der künstlichen Computerstimmen ein Buch zuspielt, das von der Erzählerin so ein bisschen wie von einem Roboter gesprochen gelesen wird 🙃 Gut, dass ich da drüber lachen konnte.

Screenshots des Home Screens meines iPhones mit drei Widgets: minical, heutige Erinnerungen und einer Einkaufsliste.

Schon vor langer Zeit suchte ich mal eine Alternative für den Apple iOS Kalender, aber gab auf, weil es entweder schlechte oder sehr teure Alternativen waren. Durch einen Zufall und weil ich einfach nicht mehr mit dem schlechten Up Next Widget von Apple leben wollte, das das Datum viel zu groß und daher nur einen Bruchteil der täglichen Einträge zeigt, stieß ich auf minical. Dessen Widgets sind richtig gut und auch die App selber ist eine tolle Alternative zu Apples Kalender App. Leider lassen sich die zeitsensitiven Einträge aus der Erinnerungen-App nicht integrieren. Daran hatte ich mich schon sehr gewöhnt. Daher bleibt das Erinnerungen Widget mit der Liste aller zu heute fälligen Einträge leider erstmal fester Bestandteil meines Home Screens. Der faire Preis von einmalig 12 Euro für ein paar Pro Features mehr macht diesen Punkt allerdings mehr als wett.

Ein schlafender goldener Kater

Bis dahin. Bleibt gesund!
Alerta, alerta, antifascista! ✊

journal

⬅ Vorheriger Beitrag
Das Leben der Anderen - Der Telefonmann

Nächster Beitrag ➡
Laue Opening Night, smoothe Bastarde und ein Samurai im Wilden Westen