Leben auf dem Mars und keiner guckt hin, ein Roguelike mit Redebedarf und eine Mission zum Merkur
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Stell dir vor, wir finden Spuren vergangenen außerirdischen Lebens, nicht irgendwo da draußen in den schätzungsweise 200 Milliarden Sternen der Milchstraße, sondern hier bei uns im Sonnensystem, knapp außerhalb der habitablen Zone auf dem Mars. Und es berichtet kaum jemand davon. Das ist so ein bisschen wie bei der sensationellen Nachricht, dass wir HIV nun weitgehend im Griff haben. Das ging auch unter. Ist halt beim Mars jetzt aber auch blöd gelaufen, weil unmittelbar zur selben Zeit in den USA ein Waffennarr von einem anderen Waffennarr erschossen wurde. Karma is a bitch. Das passte dann leider viel besser in die vorherrschende Narrative der von der rechten Seite mit Bullshit gefluteten Medien. Was schade ist, denn gerade die tollen positiven Nachrichten sind es doch, die wir im Kontrast zum Leid auf der Welt so dringend bräuchten und die den Bullshit dazwischen auch noch relativieren können.
Es ist halt irgendwie doch alles ein bisschen so wie bei Don’t Look Up. Schade.

Schnell was Leckeres essen, zum Beispiel etwas aus meiner Auswahl an Kalorien der Woche, die ich zubereitete. Falsches Steak in Gemüsebrühe mit Nudeln und Spiegelei, scharf angebratener Halloumi in Tomatensoße oder Kichererbsen Curry, weil Kichererbsen Curry eigentlich immer geht.

Oder Videospiele. Videospiele gehen auch immer. Zum Beispiel Rico London, wo ich mich diese Woche herrlich austoben konnte und nach sehr vielen Versuchen endlich den finalen Boss, ein Bullet Sponge wie er im Buche steht, erledigt habe. Das war nicht einfach und erforderte den taktischen Einsatz von drei Blendgranaten, bis ich endlich den Abspann gesehen habe. Natürlich musste ich nach meinem Ableben während des Bosskampfes immer wieder den letzten Abschnitt von vorne spielen. Macht man ja scheinbar heute wieder so 😕

Neu auf der Switch lief bei mir Griftlands, ein Spiel von Klei (Mark of the Ninja, Don't Starve), das komplett an mir vorbei ging. Ein Deck Builder, bei dem ich nicht nur kämpfen, sondern mich auch vorab rausreden kann. Ebenfalls in einem Kartenspiel, aber eben mit anderen Karten und ohne Gewalt. Erst, wenn Reden nicht mehr hilft, wird bei Griftlands zu den Waffen gegriffen. Klasse Idee und nach meinem ersten Run, der einigermaßen lang anhielt, habe ich richtig Bock auf mehr.
Toll: Es gibt sogar einen Daily Run, der mich mit vorgegebenen Parametern in ein kleines Labyrinth schickt, wo ich dann versuchen kann, meine Tages-Highscore zu schlagen. Großartig!
Auch bei Star Trucker habe ich mal wieder ein paar Jobs erledigt. Dort gab es ein neues Update für HOTAS- und Lenkrad-Unterstützung, allerdings lässt sich das seitliche Rollen auf der Konsole weiterhin nicht auf einen der Sticks legen. Schade, aber zum Glück nicht ganz so wild. Mit jedem Update festigt Star Trucker bei mir die Stellung als Lieblings Space Sim erneut und ich bin gespannt, was da noch so kommt.
Auf der Suche nach neuem britischen Krimimaterial stießen wir auf Missing You und haben es damit wohl geschafft, eine dieser Serien bei Netflix anzufangen, die sich offensichtlich an deren neues Regelwerk hielt. Also so strukturiert zu sein, dass man ihnen auch folgen kann, wenn man die Hälfte der Zeit abgelenkt auf ein Smartphone schaut. Mit ganz vielen Rückblenden und die dann möglichst auch noch in Zeitlupe. Schade. Brauchen wir nicht und unterstützen wollen wir sowas auch nicht. Haben wir nach zwei Folgen abgebrochen.
Zum Glück gab es die wöchentlichen üblichen Verdächtigen mit neuen Folgen und nach Alien Earth habe ich sogar endlich mal wieder was gezeichnet. Ich freue mich schon darauf, die Serie einfach nochmal von vorne und nur mit kurzen Pausen am Stück zu schauen, wenn sie komplett ist.
Auch die restlichen Folgen von We Are Lady Parts liefen über den Bildschirm und ich sang mehr als einmal diese Woche Voldemort Under My Headscarf vor mich hin. Interessant, wie mich die Serie immer wieder an Derry Girls erinnerte. Im Guten wie im Schlechten. Letzteres vor allem beim Overacting der Protagonistin im Vergleich zu den durch die Bank großartigen Nebenfiguren. Ich habe aber Bock auf mehr und hoffe, dass da noch was nachkommt.
Genau wie bei Star Trek: Strange New Worlds, dessen Staffelfinale wir heute schauten und das entgegen meiner Vermutung nicht mit einem Cliffhanger endete. Schöne Folge und insgesamt für mich wieder ein voller Erfolg. Wenn man mal von der Dokumentarfilm-Folge absieht. Die hätte ich nicht gebraucht.
Beim neuen Streaming-Dienst der Herzen, Filmfriend, habe ich erneut einen meiner Lieblingsfilme geschaut: Au Poste! Genau mein Humor und ich kann davon nicht genug kriegen. Für mich ist es der beste Film von Quentin Dupieux, aber der macht ja eh auf die eine oder andere Weise nur für mich gute Filme.
Im Zuge des kulturellen Bildungsauftrags habe ich diese Woche mit meiner Tochter außerdem einen Klassiker geschaut: Unbreakable von M. Night Shyamalan stand auf dem Programm. Funktioniert immer noch und kam auch bei der neuen Generation noch gut an.

Im Fantasy Inn, dem Spieleladen am Aegi, der dieses Jahr stolze 50(!) Jahre alt wurde, konnte ich das Spiel Mission Control für zehn Euro im Sale nicht liegen lassen. Das erste Probespiel war durchaus spaßig, aber auch sehr komplex. Wie man das in 20 Minuten schaffen soll, ist mir schleierhaft. Wir haben das Zeitlimit (wie immer) ignoriert und haben locker über eine Stunde gespielt, bis die Mercury III Kapsel endlich wieder Sauerstoff hatte. Das Mysterium, warum eine Raumkapsel mit Crew zum Merkur geschickt wurde, erschloss sich mir dabei leider nicht.
Auf der technischen Seite feierte die Jottacloud diese Woche bei uns ihr sechsmonatiges Jubiläum und ich muss sagen, dass ich damit weiterhin zufrieden bin und sie mir im Alltag sehr gut als europäische Alternative zur iCloud jederzeit zur Seite steht. Lediglich mein Fauxpas direkt zu Beginn, bei dem ich den Upload meiner geteilten Fotobibliothek erst auf dem iPhone und danach versehentlich noch einmal auf dem iPad startete, was in doppelte Bilder resultierte, machte mir weiterhin Sorgen. Denn so schön der Machine Learning Aspekt der Fotosuche bei den Norweger*innen auch beworben wird, mir nur die doppelten Bilder in einfacher Ausführung anzuzeigen, damit ich sie mit einem Klick wieder löschen könnte, klappte einfach nicht. Also nahm ich mir diese Woche pro Tag eine Stunde Zeit und löschte alle doppelten Bilder von Hand. Was mich echt tierisch genervt hat. Aber jetzt ist es durch und Jotta läuft so, wie es sein sollte.

Bis dahin. Bleibt gesund!
Alerta, alerta, antifascista! ✊