Zwerge, die noch lange nicht zu tief gegraben haben, niemand zu Hause bei Nintendo und dann halt noch iOS 26
| 7 min Lesezeit

Mir fehlt gerade tatsächlich die Zeit, um dieses Journal zu schreiben. Weil ich viel lieber Deep Rock Galactic Survivor spielen würde. Das ist diese Woche nämlich für die Xbox (und im Game Pass) erschienen und darauf habe ich schon eine Weile gewartet. Schließlich konnte ich dieses für mich perfekte Spiel bisher nur auf dem Steam Deck spielen und jedes Content Update drückte die Performance dort weiter in die Knie. Jetzt, auf der Series X, läuft es überwiegend rund und der Spaß geht endlich wieder von vorne los. Meine Frau und ich suchten das Spiel seit ein paar Tagen so, wie es für erwachsene Menschen maximal möglich ist. Die letzten Updates haben wir auf dem Steam Deck wegen der schlechten Performance auch gar nicht mitbekommen und freuen uns gerade sehr über die neuen Dinge, wie Spielmodi, Ausrüstung und noch mehr herrliche Sprach-Samples. Pure Liebe ❤️
Zumindest irgendwo im Hintergrund lief dabei des Öfteren Reminiscence von Yasmine Hamdan und verdient damit den Titel Track der Woche.

Ich bin nicht mal dazu gekommen, unser Essen zu fotografieren. Schande über mich, Schande über meine Kuh! Daher gibt es ein Alibi-Foto des Lokmas, das ich mir gerade hier um die Ecke beim besten Kiosk der Welt gekauft habe.

Auch andere Videospiele kamen neben Deep Rock Galactic Survivor viel zu kurz. Immerhin freute ich mich nicht wenig auf Strange Antiquities, den Nachfolger des großartigen Strange Horticulture. Aber vor lauter Zwergen auf extrem feindlichen Planeten habe ich es lediglich eine Stunde angespielt. Und das, obwohl es schon wieder richtig gut ist. Tut mir leid, aber hilft gerade nichts.
Zum Glück hatte ich auch keine Zeit für das No Man’s Sky Update, das ja schon vor Wochen überall rauskam nur nicht auf der Switch 2. Bis vor ein paar Tagen. Aber Überraschung: Natürlich ohne die ganzen Patches und Fixes, die mit mindestens drei Updates hinterhergeschoben wurden, und somit auch wieder nicht kompatibel mit dem Cross-Plattform-Spielstand. Es ist ein Drama und ehrlich gesagt würde ich schon gerne mal so Biff-mäßig bei Yoshiaki Koizumi an die Stirn klopfen und fragen ob da noch jemand zu Hause ist, McFly?

In der Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit versuchte ich mich auf dem Trimui Brick noch an Raiden DX. Das war damals eines der ersten Spiele, die ich auf meiner zweiten PlayStation geliebt habe. Die erste habe ich noch am Release-Tag nach dem Anblick von Battle Arena Toshinden sofort wieder eingepackt und zurückgegeben. Ich kam vom Neo-Geo mit zeitlos schöner Pixelgrafik und ich hatte schon vergessen, wie hässlich die ersten PlayStation 3D Titel aussahen. Nicht aber Raiden, das mit wunderhübsch animierten Explosionen, großen Endgegnern und wirbelnden Trümmern einfach immer noch richtig toll aussieht. Schade, dass der Brick dafür zu klein ist und ich mittlerweile dafür zu alt bin, um da auch nur in die Nähe von nennenswerten Höchstpunktzahlen zu kommen. Aber Bock macht es trotzdem immer noch.
Als Serie lief natürlich direkt am Mittwoch bei uns die neue Folge Alien Earth und so geil ich die Idee mit den Metal Tracks zum Ende der Folgen immer noch finde, ist es dann doch auch immer das Ende der Folge und nein, ich will nicht, dass es vorbei ist. Und nächste Woche kommt dann schon das Staffelfinale. Verdammt!
Auf WOW schauten wir die ersten beiden Folgen von Task, einer Crime-Serie um eine Kindesentführung im Zusammenhang mit Überfällen auf Drogenumschlagplätze. Mit Mark Ruffalo als abgestürztem FBI Agenten. Kann man gut gucken.
Ich mag WOW aber nicht und kann es kaum erwarten, dass unser Abo endlich ausläuft. Weil dieser Dienst so schrecklich ist. Die neuste Macke ist, dass die App die Untertitel-Stile des Apple TVs nicht richtig interpretiert und der Schlagschatten nicht unter dem weißen Text liegt sondern drüber. Was sie leider unleserlich macht. Also musste ich am Apple TV einen zweiten Stil ohne Schatten anlegen, den wir dann für die Zeit temporär einschalten, wenn wir irgendwas bei diesem Drecksdienst schauen. Und wenn die Untertitel dann auf weißem oder sehr hellem Hintergrund stehen sieht man halt mal nichts mehr. Boah. Kann weg.
Ich bleibe da lieber Filmfriend treu und habe dort einen weiteren Lieblingsfilm von mir geschaut: Killing Them Softly von Andrew Dominik mit Brad Pitt, Scoot McNairy und Ben Mendelsohn. Fast perfekt. Schade, dass es nur eine einzige weibliche Rolle in dem Film gibt, die dann leider auch nicht wirklich relevant ist.
Und dann kam da noch macOS Tahoe und iOS 26 raus und ich merke gerade, wie wenig hauseigene Apps ich noch von Apple nutze und viele der anderen Apps, die ich nutze sehen halt aus wie immer. Ich finde es nicht hübsch, aber würde jetzt nicht soweit gehen, auf das Update zu verzichten. Es läuft bei mir auch alles fehlerfrei. Nachvollziehen, wie diese Optik freigegeben werden konnte, kann ich als Angestellter in der grafischen Industrie aber auch nicht.
Ich bin aber eh nur noch bei Apple, weil ich mir niemals ein Konto bei Google machen würde, niemals einem Android Fork trauen werde, die Linux Telefone noch keinen nativen Signal Messenger haben und ich die Gesundheits-Feature der Apple Watch sehr mag. Mittlerweile nutze ich mein Telefon beinahe ausschließlich für private Nachrichten, Mails, das Wetter und Hörbücher. Ich werde also auch iOS 26 überleben.

Für meine Notizen, von denen ich privat und geschäftlich jeden Tag sehr viele anlege, probiere ich daher auch gerade das reMarkable Paper Pro Move, das mit einer 100-tägigen Testphase bestellt werden kann. Klingt viel, allerdings brauchte das Teil auch glatte 14 Tage, bis es diese Woche endlich aus Norwegen zu mir gelangte. Ich habe lange überlegt, ob das etwas für mich ist, bestätigten mir meine damaligen Lehrer*innen doch mehr als einmal, dass ich eine Sauklaue hätte und genau das ist auch der Grund, warum da oben im Bild ein Test-Zeichnung meiner Tochter zu sehen ist und nicht etwa meine handgeschriebenen Notizen. Außerdem ist das Teil echt sauteuer, dafür, dass es nur ein elektronisches Notizbuch ist. Immerhin ist noch ein nicht ganz schlechter Ebook Reader integriert, den ich aktuell ebenfalls nutze.
Es hat aber einen gewissen Charme, der nicht von der Hand zu weisen ist und es schreibt sich mit dem dazugehörigen Stift ganz großartig auf dem E-Ink Display. Vor allem das Auswahlwerkzeug ist perfekt integriert und erlaubt einfaches Editieren der angelegten Notizen. Ich denke daher, dass ich es behalten werde. Mal schauen, wie es sich die nächsten Tage im Alltag schlägt.

Bis dahin. Bleibt gesund!
Alerta, alerta, antifascista! ✊