Panik auf Funkotron!

Rewind 2024-18

Vor 94 Tagen habe ich aufgrund einer stark entzündeten Speiseröhre meine letzte Cola getrunken. Extremer Closeup, schockiertes Gesicht. Die war nicht wegen der Cola verätzt aber es würde nicht helfen, sie aktuell zu trinken, meinte meine Ärztin. Also aß ich zwei Wochen lang hauptsächlich nur Vollkornreis mit etwas veganer Butter und einem kleinen Spritzer Sojasoße (was überraschend lecker ist). Ob es der Speiseröhre jetzt besser geht, kann ich nur erahnen, aber jegliche Schmerzen sind zumindest wieder weg und normal essen kann ich auch wieder. Dass die letzte Cola, die ich jetzt erfolgreich gegen Wasser und Tee getauscht habe nicht trivial ist, kann ich hier aber nicht genügend unterstreichen. Ich glaube es gab in meinem Leben außer Zucker im Allgemeinen nichts, wonach ich so süchtig war. Und ich vermisse es sehr. Dieser Gedanke an eine leckere Mio Cola Zero, deren Flasche zischend geöffnet wird und dann eiskalt meine Speiseröhre hinunter läuft 😭 Egal, es gibt sicher Schlimmeres. Also lenke ich mich weiterhin erfolgreich mit Medienkonsum ab. Zum Beispiel wie folgt:

Der Ohrwurm der Woche ist zweifelsohne das Zelda-Thema, das wir hier alle munter vor uns hinsummen. Wir haben nämlich diese Woche eine Wissenslücke geschlossen und The Legend of Zelda: Link's Awakening auf der Switch nachgeholt. In Rekordzeit und jetzt habe ich ein halbes Dutzend Fragen, die sicherlich bereits vor 30 Jahren ausführlich diskutiert und geklärt wurden. Ein Zelda ohne Zelda? Und ohne Triforce und nicht in Hyrule? Dafür aber mit Monstern aus den Mariospielen. Das ist ja wirklich mal ein heftiger Fiebertraum. Der Adlerturm gehörte für mich zum Schlimmsten, was die Serie an Dungeons zu bieten hat. Der Rest war aber gewohnt unterhaltsam. Auch wenn mich die ganzen Sackgassen in der zweidimensionalen Welt doch schon ordentlich genervt haben. Das bin ich nach einer Handvoll Zelda-3D-Titeln einfach nicht mehr gewohnt.

Ansonsten lief außer ein paar angespielten Titeln nichts wirklich länger. Daher spielt sich der Rest dieses Wochenrückblicks jetzt in der Film- und Serienlandschaft ab.

Ich habe letzte Woche vergessen Civil War aufzuführen. Keine Ahnung, ob mein Gehirn das absichtlich machen wollte, denn so richtig konnte ich mit dem Mix aus Kriegsfotografie-Porn und düsterer Zukunftsvision nicht wirklich etwas anfangen. Optisch war das Gezeigte handwerklich und technisch wieder in der obersten Liga angesiedelt, erzählerisch ließ Garland aber keine Tropes für einen Hollywood Bingoabend aus. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass Civil War nur bei einem Teil des Publikums abschreckend wirkt und einige Zuschauer*innen nach dem Film sicherlich schon das Kampfmesser über dem Campingkocher geschwärzt haben und jetzt ungeduldig warten, wann es denn wohl endlich losgeht.

Wir konnten das aber noch unterbieten, denn meine Tochter hat uns wieder einen Haifilm rausgesucht und wie schon einmal hier erwähnt, haben wir die guten Filme aus diesem Lager lange weggeguckt. Neu im Programm war The Black Demon bei Wow. Ja, wow. Schauplatz war eine Ölplattform im Golf von Mexiko. Glaube ich zumindest. Dort trieb ein Dämon in Form eines Megalodon sein Unwesen. Das Ganze wurde in eine sehr plumpe Umweltkritik gebettet und ... ach, was weiß ich. Meine Tochter umschrieb es sehr treffend: Wir haben schon Schlimmeres gesehen. Da hat sie recht und wir konnten zumindest noch drüber lachen.

Bei Apple TV+ startete die zweite Staffel der tollen Serie The Big Door Price. Und die geht genauso super weiter, wie sie in Staffel Eins anfing. Ich liebe die Mischung aus Mystery und Gilmore Girls, die sich auch nicht für eine Referenz zu The IT Crowd zu schade ist. Großartig.

Bei Dinner Time Live with David Chang gab es derweil verbranntes Brot, das er ohne mit der Wimper zu zucken seinen Gästen servierte: Ein Lil Jon, der auf den esoterischen Pfaden eines RZAs wandelt und ein sehr kurzweiliger Jay Pharoah von Saturday Night Live. Am Ende gab es dann einen Twist der das alles wieder relativierte: Morgen habe er eine Rücken-OP, wo ihm ein Wirbel gegen eine Protese getauscht werden würde, erklärte David Chang da resigniert und mit der Grillzange in der Hand. Uff. Ich hoffe, es hat alles geklappt 🤞

Beim Rewatch von Die Brücke liegen wir in den letzten Zügen. Staffel Vier gefällt mir wieder besser als die vorangegangene Staffel. Obwohl die Nebenthemen der Protagonist*innen sehr persönlich bleiben. Drei Folgen haben wir noch. Dann ist erst einmal wieder Schluss. Schade.

Darauf eine Tasse Tee.

journal

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