Rewind 2024-22
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Tolle Woche, aber am letzten Tag habe ich zwei entscheidene Fehler gemacht. Ich habe Nachrichten bezüglich der AFDreckspartei gelesen und ich wagte es an einem verkaufsoffenen Sonntag mit dem Fahrrad in die Innenstadt zu fahren. Zwischen parkenden Autos auf Fahrradwegen gabs auch wieder Typen, die jeweils bei ihrer geparkten fossilen Drecksschleuder den Motor laufen ließen, während sie hinterm Steuer schnell mal was gegessen oder telefoniert haben. Gendern ist hier auch nicht nötig. Es waren immer Männer. Wohl mit einem Ego, dessen Ignoranz die eigene Intelligenz deutlich aussticht. Es ist noch ein sehr langer und steiniger Weg.
Und jetzt einmal tief durchatmen und diese ganzen Einzeller einfach vergessen (sofern es noch geht).
Mein Ohrwurm der Woche macht das alles nicht besser. Der neue Track Houdini von Eminem gefällt mir mehr als es mir recht ist. Und der Refrain hält sich jetzt seit drei Tagen ungestört in meinem Kopf auf. Aua.
Es gibt eine neue Expedition in No Man’s Sky. Adrift heißt sie und es bleibt weiterhin alles beim Alten. Alles schon mal da gewesen, alles schon mal gemacht. Genau wie mein Gemecker darüber, dass alles beim Alten bleibt, alles schon mal da gewesen ist und ich das alles schon zig mal gemacht habe! Andererseits gibt es mal wieder was in No Man’s Sky zu tun und das ist immer gut. Es gibt weiterhin kein Spiel, das mich so wunderbar mit traumhafter Musik umgibt, während ich skurrile Welten erkunde. Am Ende gab es ein hübsches Schiff für die Garage, ein Geisterschiff für die Armada, einen Wackelatlas für das Armaturenbrett, zwei Lackierungen, von denen ich keine Ahnung habe, wie ich diese anwende und noch eine ganz Menge mehr Kleinigkeiten. Ja, ich gebe es ja zu, das waren gut investierte acht bis zehn Stunden.

Des Weiteren lief hier noch Rusty’s Retirement. Ein nettes kleines Farmspiel um den Roboter Rusty, der in Rente geschickt wurde und nun seinen Lebensabend auf einer Farm verbringen möchte. Und wie es sich für ein gesundes Roboter-Mensch-Verhältnis gehört läuft das so ab, dass ich ihm sage, wo was hinkommt und er dann die ganze Arbeit macht. Der Clou: Da Rusty nicht der Schnellste ist und sich das Spiel im Allgemeinen sehr viel Zeit für alles nimmt, läuft es als kleines Band am unteren Rand des Schreibtischs ab. Ich konnte also in aller Ruhe meine Arbeit im Home Office erledigen, während sich Rusty unten um die Gartenarbeit gekümmert hat. Richtig toll.

Zuvor habe ich die Clean Up Erweiterung von Heavenly Bodies beendet. Darüber habe ich schon genug geschwärmt, aber ich wiederhole mich: Spielt es! Ich drücke derweil die Daumen, dass da noch mehr kommt. Bitte, bitte, bitte.
Auf der Lieblingskonsole der Herzen, dem Playdate, ist Faraway Fairway rausgekommen und ich hatte leider noch nicht genug Zeit, das zu würdigen. So viel sei aber schon mal gesagt: Es ist großartig! Eine minimalistisches, sehr gemütliches Golfspiel zum Thema Mental Health und mit toller Fortschrittsmechanik. Ich hoffe, dass ich nächste Woche noch mehr dazu schreiben kann.
Neben den Americans, wo wir mittlerweile in der fünften Staffel angekommen sind, haben wir auch Bodkin weitergeschaut und beendet. Die Qualität der ersten beiden Folgen wurde bis zum Ende gehalten. Wir sind begeistert und freuen uns auf mehr. Ebenfalls ein richtiger Knaller war die neue Folge von The Big Door Prize. Musical-Folgen waren gestern. Wrestling-Folgen sind das neue Schwarz! Die Serie ist ja eh schon wholesome as fuck, aber die Folge steht für mich jetzt an erster Stelle.
Abschließen noch eine typische Anekdote aus meinem Leben: Ich warte seit Monaten darauf, endlich Godzilla Minus One gucken zu können. Im Kino lief er vor Ort nur synchronisiert und das geht für mich leider gar nicht mehr. Dann kam der olle US-Optimuszilla versus King Kong ins Kino und es wurde still um Minus One. Nirgends ein Hinweis, wo er denn nun aufschlägt. Also wurde ich schwach und begann meine Prinzipien vollends über Bord zu werfen. Ich klopfte mit Mozilla VPN (das funktioniert nur, wenn ich es jedesmal neuinstalliere. Nice!) sämtliche Streaming-Dienste nach dem Lieblings-Kaiju ab, indem ich eine Weltreise durch die Regionseinstellungen unternahm. Fündig wurde ich allerdings nirgends. Der Witz an der Sache: Während ich wie ein Wahnsinniger die VPN-Region zwischen USA, Kanada und Japan und dem Rest von Asien hin- und her schaltete, erschien Godzilla Minus One klammheimlich in Deutschland bei Netflix. Das erfuhr ich aber erst am nächsten Morgen auf Mastodon. Herrlich. Und der Film? Genau das, was ich erwartet habe. Tolles Setting, Kritik am Krieg und natürlich trotzdem bis zur Oberkante Unterlippe voll mit Drama und Geschwafel über Ehre. Ein japanischer Godzilla halt. Mag ich.