Tokio, Arcane und ein Theaterstück
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Advent, Advent ein Auto brennt. Oder ein Nazi? Bin mir nicht sicher. Aber der Dezember ist da und ich mag diesen Monat. Im Büro wird es wieder ruhiger, zuhause gibt es immer öfter Kekse und ich kriege plötzlich Lust meine Zeit mit meinen Videospiellieblingen vor dem TV zu verbringen. Da könnte ich fast vergessen, wie schlimm und bekloppt da draußen alles immer noch ist. Und als Mensch, der jeden Tag unter den Produkten von Microsofts Office-Paket leidet, möchte ich an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen, dass die FDP in einem Anfall der Selbstüberschätzung (oder im Fentanyl-Rausch) ihre Putsch-Fantasien natürlich in einer PowerPoint-Datei festgehalten hat. Ich sag es ja nur.
Track der Woche
Weil ich auf dem Weg ins und weg vom Büro diese Woche das neue Buch über die Hip-Hop Gruppe De La Soul gehört habe, gab es wieder mal den einen oder anderen Track der Alternativ-Rapper auf die Ohren. Mir war dabei gar nicht klar, dass De la Soul is Dead, eine Scheibe, die ich damals noch als Vinyl gekauft habe, wirklich erst deren zweites Album war. Aber das passt zu dem, was auch der Autor des Buches schreibt: De La Soul war gefühlt ja immer schon da. Als Track der Woche mache ich einfach mal den ersten Song aus, den ich von ihnen gehört habe und der mir ob seiner trocken, staubigen Andersartigkeit damals so gut gefallen hat: Potholes In My Lawn.
Foto der Woche

Ganz frisch von gestern Abend, als wir The Moth im lokalen Plattenladen Monster Records live gesehen haben. Der Clou: Monster Records selbst sind nur zur Untermiete in den lokalen Titus Skate Shop gezogen. Da ist also nicht viel Platz und trotzdem gibt es dort Live Events. Und die machen Lust, weil näher kann man den Bands nicht sein. Während man für das, in meinem Fall alkoholfreie, Bier nur zwei Euro zahlt. Richtig gut. Genau wie die Band.
Pokêmon der Woche

Na endlich! Die Ratte hat sich blicken lassen und dann auch noch gleich als eine der drei Super-Karten aus den ersten drei Decks im Pokêmon Trading Card Game. Fehlen mir also nur noch zwei 🤞 Ich ignoriere weiterhin alle Aspekte des Spiels abseits vom Öffnen eines Boosters und das passt mir immer noch sehr gut in die Tages-Routine.
Ghostwire: Tokyo

Ghostwire habe ich schon zum Release durchgesuchtet. Als ich es letztens einfach mal installierte um den 550 Mbits, die hier neuerdings durch die Glasfasern donnern mal etwas zu tun zu geben, staunte ich nicht schlecht. Offenbar gab es da noch einige sehr gute Updates. Und was erwartete mich nach dem Laden meines durchgespielten Spielstands? Sammelaufgaben über Sammelaufgaben! Gashapon-Automaten, um die Figuren des Spiels als kleine Replika zu ergattern, Fotos, anhand derer ich Orte in Tokio aufsuchen muss, verkleidete Tanuki, die es aufzuspüren gilt und und und. Das ist toll, denn das von Menschen verlassene und mit Geistern gefüllte Tokio gehört für mich zu einer der beeindruckendsten virtuellen Städte in Videospielen. Da freue ich mich über jeden Grund noch einmal durch die von Neon-Reklame beleuchteten verregneten Häuserschluchten zu klettern und zu fliegen. Und so wie es aussieht habe ich da noch Monate etwas zu tun. So sollte es immer sein.
Cadence of Hyrule
Ich bin so froh, dass ich diesem Spiel eine Chance gegeben habe. Es ist einfach so gut gemacht. Den ersten Dungeon habe diese Woche auch endlich erledigt. Bleiben also noch drei. Leider habe ich deswegen The Wind Waker pausiert, denn zwei Zelda gleichzeitig zu spielen wäre einfach respektlos. Mal schauen, was ich letztendlich zuerst beende. Apropos Zelda. Im My Nintedo Shop gibt es diese Woche ein paar exklusive Merchandise Artikel zu bestellen, die es sonst nur vor Ort in Japan gibt. Unter anderem ganz wunderbare Zelda-Pins!
Arcane
Mit meiner Tochter habe ich die zweite Staffel von Arcane geschaut und das sieht abermals ganz unglaublich gut aus. Im Finale trafen dann für mich leider ein paar Tropes zu viel aufeinander, die ich einfach nicht mehr sehen kann. Davon ab war es aber wieder beeindruckend. League of Legends hin oder her, ich hätte doch gerne ein Arcane-Spiel im Stile von Dishonored. Danke schön. Und Imagine Dragons haben den Gehörgang natürlich auch immer noch nicht verlassen. War ja klar.
Goethes Faust - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie
Mal was anderes. Meine Tochter hat mich diese Woche nicht nur vor den TV gezerrt um Arcane zu bingen, sondern auch noch überredet sie ins Theater zu begleiten. Und dann auch noch ausgerechnet Faust! „Allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“. Und das war ob der wirklich gut interpretierten Cover Songs schon sehr unterhaltsam. Auch unterhaltsam: Der Teenie-Teil einer Schulklasse vor uns, die wie ein fleischgewordenes TikTok Make-up Video aussahen und die ihre Mühe hatten, die letzten 30 Minuten nicht einfach zu platzen. Ein Traum.
Und raus.
Alerta, alerta, antifascista! ✊