Sommer ohne Rudi Carrell, Pakete austragen ohne Norman Reedus und Weltende ohne Internet
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Zeit für den Wochenrückblick aus der aufgeheizten Wohnung. Badewetter sagen die einen, Pre-Apokalypse trifft es aber wohl eher. Was für ein Glück, dass die Gefahr von unseren Grenzen ausgeht und nicht vom Wetter! Passend zu diesem Thema fragte ich mich gestern dann kurz mal ernsthaft, was denn jetzt wohl auf den Autos der Schwurbler-Kolonne steht, die hier regelmäßig mit einer Handvoll Autos durch die Innenstadt zieht und dabei von doppelt so viel Polizeiwagen begleitet wird. Die Grünen sind ja jetzt Opposition. Kann man aber bestimmt einfach gegen „die da oben“ austauschen. Quasi der Oppressions-Joker.
Mein Track der Woche ist zweifelsohne Sommer ohne Nazis von ZSK, die einfach mal Rudi Carrells damalige versehentliche Beschwörung des Klimawandels zu einem Song umwandelten, der mir aus dem Herzen spricht. Und der diesen Sommer gar nicht laut genug gespielt werden kann.
Ach: Heute gibt es auch noch das neue Album von Public Enemy für was auch immer ihr bezahlen wollt!

Die Kalorien der Woche sind ein ganz großartiges Rezept von einem Arbeitskollegen, das wir zusätzlich mit etwas Vleisch aufgepeppt haben, obwohl es auch ohne schon richtig lecker ist: Kichererbsen Salat, in unserem Fall mit falschen Hühnchenfilets. Saugut.

Diese Woche kam ja dieses eine Spiel raus, auf das viele gewartet haben. Wo man quer durchs Land zieht, allerlei Dinge transportiert und dabei skurrilen Personen über den Weg läuft. Bitte? Ach Death Stranding 2? Nee, ich meine natürlich Locomoto, was zwei Monate nach dem Release auf Steam diese Woche endlich auch auf der Switch erschienen ist. Und ich finde es richtig gut.
Mit der eigenen Lokomotive und ein paar Wagons transportiere ich Pakete und Furple, anthropomorphe Bewohner, von Station zu Station. Maximal cozy, weil mir die Kohle, also der Treibstoff, nie ausgeht und ich sie lediglich nachlegen muss. Und weil auch sonst alles ohne Zeitlimits oder sonstige Zwänge abläuft. Schönes Ding, das mir derzeit ganz schön die Zeit raubt.

Bei Hitman war Mads Mikkelsen zu Gast in seiner Rolle als Bond Villian Le Chiffre. Er verabschiedete sich kurz darauf wieder nachdem er im Fadenkreuz meines Sniper-Gewehrs auftauchte. Sogar Suit only. Also für erfahrene Spieler*innen nur eine Herausforderung, wenn ihr auf Silent Assassin hinaus wollt.

Und No Man's Sky auf der Switch 2 hat endlich ein Update bekommen, dass die Cross-Save Version auf ein Level mit den anderen Plattformen hebt. Ich erfreute mich sehr daran mit meinem Ur-PS4-Spielstand endlich auf der Switch angeln zu können.
Wir haben die letzten Folgen von The Offer gesehen und ich bin hin und weg. Das gehört durchaus mit zum Besten, was wir in letzter Zeit gesehen haben. Und den Paten sehe ich jetzt auch mit anderen Augen. Außerdem bin ich immer noch baff, das Carl Morck aus Dept. Q und Robert Evans aus The Offer von derselben Person gespielt werden. Was für ein Talent!
Direkt durchgebingt haben wir die letzten Folgen der zweiten Staffel von Our Flag Means Death. Ich liebe das alles so sehr. Einerseits ist es schade, dass es abgesetzt wurde, andererseits sind es zwei tolle Staffeln mit einem befriedigenden Ende. Das ist super und da kann ich mich nicht beschweren. Ich muss jetzt wieder mehr Sea of Thieves spielen, wo unsere Gilde nicht von ungefähr Our Flag means Moin heißt 🏴☠️🏳️🌈
Zwei Filme wurden von unserer Watchlist abgehakt: An einem meiner freien Montage schaute ich The Italian Job. Nicht den Blödsinn mit Statham und Wahlberg sondern das Original von 1969 mit Michael Caine. Der passte durchaus gut in die nachschwingenden Paramount Picture Vibes, die noch von The Offer in der Luft lagen. Aber so ganz hat Caine als halber James Bond mit silbernem Roadstar und corny One-Linern und Frauen, deren einziger Zweck es war mit ihm im Bett zu verschwinden oder leicht verblödet durchs Bild zu hoppeln, dem Test der Zeit nicht standgehalten. Die Stunts waren für die Zeit trotzdem umwerfend gut und Caine war auch damals schon eine coole Sau. Und ein Satz hat es dann doch in meine Zitatesammlung geschafft:
You're only supposed to blow the bloody doors off!
Beste Szene.
Gestern haben wir außerdem noch Leave the World Behind auf Netflix gesehen. Den haben wir immer wieder aufgeschoben, bis ich erfahren habe, dass er von Sam Esmail ist. Der Show Runner von Mr. Robot und Homecoming hat einen besondern Platz in meinem Herzen. Und meine Fresse ist das ein guter Film! Und einer der leider super in unsere aktuelle Zeit passt. Und auch noch von Michelle und Barack Obama produzierte wurde, was im Nachhinein (wir wussten nichts über den Film) total Sinn machte. Das Ende ist brillant und wurde perfekt umgesetzt. Ich freute mich außerdem riesig über das eine kleine Easter Egg: Auf dem Laptop von Julia Robert und Ethan Hawke prangte das E-Corp Logo aus Mr. Robot 😃

Und natürlich gibt es auch diese Woche wieder ein Katzenbildchen unserer vierbeinigen Mitbewohner. Ich erinnerte mich daran, dass ich das im Büro auch immer so gemacht hatte, wenn der Stress in der Weihnachtszeit auf Zwölf gedreht wurde: Da hängte ich schon süße Katzenbildchen an meine Mails, die Arbeit für meine Kollegen bedeuteten. Das kam super an und ich übernehme das jetzt auch für meine Wochenrückblicke.
Bis dahin.
Alerta, alerta, antifascista! ✊