Panik auf Funkotron!

Stress mit Luigi, ordentliche Schellen von Zelda und ein Fußballzitat

Ein Großteil der Sachen, die mir diese Woche Kopfschmerzen bereitet haben, fingen mit „K“ an und hörten mit „I“ auf. Von Siri, die mit jeder Woche blöder wird und unsere diktierte Einkaufsliste zum Stille-Post-Ratespiel macht, über den Anker-Bot, der sich bei uns per Mail bedankte, dass wir den defekten Saugroboter so gut für die Reparatur verpackt haben, bevor er im zweiten Absatz schrieb, dass das Paket noch gar nicht eingetroffen sei, bis zu unserer Überwachungskamera, die mir am Freitag konstant Nachrichten schickte, weil sie eine Person in unserem Wohnzimmer entdeckte, was aber immer bloß unser Gaming Chair am Schreibtisch war. Gute 30 mal!

Wenn die Person, die vor 12.000 Jahren dachte, dass man aus diesem einem Ast und dem spitzen Stein dort ja easy ein Werkzeug zum Pflügen eines Ackers basteln könnte, wüsste wo das am Ende wieder hinführt, hätte sie sicherlich sofort alles weggeworfen und wäre schnell wieder Pilze und Beeren sammeln gegangen.

Läuft in Quality Land.

Das Album der Woche war für mich der alte Stone Cold Rhymin’ Langspieler von Young MC. Das war früher meine Lieblingsplatte und ich konnte sie auswendig mitrappen. Ich bin drauf gekommen es wieder zu hören, weil Bust a Move einmal im Leihauto im Radio lief und einmal aus einer Boom Box hier auf dem Kiez schallte. Ich liebs immer noch. Auch, wenn die Streaming-Dienste nur noch die Deluxe Version mit teilweise neuen Beats parat haben, weil es möglicherweise Probleme mit den Samples gab, die da von den Dust Brothers genutzt wurden. Schade. Ich erinnere mich gerade an einen weißen Hoodie, den ich damals immer trug und auf den ich mir das Plattencover habe transferdrucken lassen.

Zwei Gerichte: Links zwei Würste im Teigmantel und rechts ein Teller Spaghetti Bolognese mit Brot und Käse.

Die Kalorien der Woche waren selbstgemachte Sausage Rolls und ganz klassische Bolognese, die sich meine Tochter gewünscht hat. Natürlich alles vegetarisch.

Luigi, der vor einem alten Haus über den Schein seiner Taschenlampe in die Kamera guckt.

Ich blieb die Woche über dem Geschäft des Geisterjagens treu und machte nach Luigi’s Mansion direkt in Luigi’s Mansion 2 HD auf der Switch weiter. Und das ist teilweise furchterregend, was aber weniger an der Atmosphäre sondern eher an der Technik liegt. Ich liebe weiterhin das Erforschen der Geisterhäuser und die Rätsel um dort weiterzukommen. Was ich aber absolut grauenhaft finde, ist die Kollisionsabfrage und die Abwesenheit eines vernünftigen Speichersystems oder halbwegs stressfreier Rücksetzpunkte. Beim ersten Teil konnte ich in der GameCube App ja wenigstens jederzeit speichern. Die Bosskämpfe sind so schrecklich, dass ich gar nicht erwarten kann, beim Endboss den Pro Controller durch das Wohnzimmer zu werfen. Aktuell befinde ich mich im letzten Geisterhaus und komme dem Finale schon sehr nahe. Auweia.

Auch den Soundtrack von Teil Eins vermisse ich sehr. Das Titel Thema, das Luigi voller Angst zur Beruhigung summend vorträgt, ist einfach eine ganz tolle Idee.

Update: Nachdem ich gerade einen Bosskampf verloren haben und das bis dahin bereits 30 Minuten gespielte Level danach lediglich neustarten konnte, habe ich das Projekt Luigi's Mansion 2 HD abgebrochen. Dafür ist mir meine Zeit zu kostbar. Ich bin gespannt, ob mir Teil Drei wieder besser gefällt.

Ein kleiner Haufen Asteroiden, wo ein Schiff gerade etwas abbaut. Links ist eine UI-Spalte im alten MicroProse Stil zu sehen.

Ganz kurios ist Deep Space Exploitation. Space Mining trifft hier auf Asteroids, aber nicht als komplexe Space Sim sondern sehr kompakt. Die Jobs werden in kleinen Arealen ausgeführt, die nicht größer als ein Bildschirm sind. Ein Zeitlimit scheint es auch nicht zu geben. Und aufhören kann ich damit auch nicht. Dank des tollen Soundtracks freue ich mich schon, hier den einen oder anderen Abend im Schwarz beim Mining zu verbringen.

Bei No Man’s Sky fand ich endlich Zeit für die neue Expedition und freute mich darauf endlich wieder etwas Handfestes im Spiel zu tun zu haben. Nach dem Laden wurde ich allerdings mit der Nachricht begrüßt, dass die Expedition nun abgelaufen sei. Ey!

Ein Dose Spam, aber im Hyrule Design als Heilmittel.

Zwischendurch prügelte ich noch ein wenig im neuen Musou-Ableger von The Legend of Zelda Hyrule Warriors: Age Of Imprisonment auf Horden von Gegnern ein und das läuft im direkten Vergleich mit Teil Eins technisch gleich mal zwei Klassen besser. Und es sieht dabei auch noch richtig gut aus. Mein Highlight ist aber die Hyrule-Dosenwurst, die hier zwecks Heilung konsumiert werden kann. Ich hoffe doch inständig, dass da bald noch eine Marketing-Kooperation mit Spam in den Regalen der Supermärkte steht.

Auf Apple TV war es endlich Zeit für die neue Serie von Vince Gilligan of Breaking Bad und Better Call Saul fame: Pluribus mit der fantastischen Rhea Seehorn. Und holla, war die erste Folge direkt wieder ein Knaller. Richtig gute Idee. Ich freue mich sehr auf die zweite Folge, die heute Abend noch bei uns auf dem Programm steht.

Kaum ist die fünfte Staffel von Slow Horses komplett, gibt es mit Down Cemetery Road schon die nächste Serie, die auf Büchern von Mick Herron basiert. Privatdetektivin Zoë Boehm geht hier dem Fall eines verschwundenen Kindes nach. Aktuell sind drei Folgen bei Apple TV verfügbar und die haben schon sehr viel Lust auf mehr gemacht.

Mit Nordkurve habe ich endlich den letzten Teil der Ruhr-Trilogie von Adolf Winkelmann gesehen. Ich hatte Angst vor dem Thema, weil es logischerweise um Fußball ging und ich so gar kein Interesse an diesem Sport habe. Er war aber trotzdem gut und war erstmals in der Trilogie auch nicht nur mit Laienschauspieler*innen besetzt. Neben Hermann Lause freute ich mir hier besonders über die jungen Versionen von Renate Krößner, Stefan Jürgens, Michael Kessler und Leonard Lansink. Mein Lieblingszitat:

„Gib mich die Kirsche, ich hau den rein!“

Bei Netflix schauten wir Frankenstein von Guillermo del Toro, weil unsere Tochter Fan der Originalgeschichte ist. Ich leider nicht und unterm Strich wirkte es auf mich wie ein alter Disney-Film ohne Gesang, aber dafür mit viel Blut. Habe ich schon fast wieder vergessen.

Der herangezoomte Mond. Er ist sehr hell.

Mit der alten Canon-Powershot habe ich diese Woche noch den sehr hellen Mond abgelichtet. Ich finde das Ergebnis wieder sehr überraschend für out of the Box und für so ein kompaktes Gerät.

Ein orangener Kater der aufmerksam an der Kamera vorbeischaut.

Bis dahin. Bleibt gesund!
Alerta, alerta, antifascista! ✊

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