Verpasste Kirschblüte, korrodierende Luftfilter und flauschige Katzen mit Messern
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Die Sonne hat sich raus getraut, was wir heute mit Eis aus der lokalen Eismanufaktur (Zimt Crunch und Zitrone Basilikum!) und einem Besuch beim Japanischen Kirschblütenfest im Hiroshima Hain zelebrierten. Für die Kirschblüte an den 108 Bäumen, die dort in Gedenken an die Opfer der Hiroshima-Bombe gepflanzt wurden, war es dann aber leider schon eine Woche zu spät. Da muss man bei der Terminierung einer solchen Festlichkeit natürlich auch Glück haben, dass das mal passt. Voll war es dank fantastischen Wetters trotzdem, und wir zogen mit einem beachtlichen Mob aus der Straßenbahn Richtung Festwiese. Einen wunderschönen Furoshiki Stoff hat meine Frau dort an einem Stand gefunden. Ich suche schon länger nach so etwas, um mir daraus eine Umhängetasche nähen zu lassen, aber 55 Euro für einen Quadratmeter waren mir dann doch zu teuer. Meh.
Zwei tolle Tracks entdeckte ich diese Woche, jeweils von Künstler*innen, die mir gefühlt unbekannt waren. Grimlit von Sleep of Oldominion erinnert mich entfernt an alte Thomas Rusiak Sachen und das ist natürlich super. Verschlafen hatte ich außerdem den Release des neuen Dotz Albums. Der sich darauf befindliche Track Otis Driftwood lief diese Woche in hoher Rotation.
Spielen wollte ich eigentlich Everspace 2, das ich günstig im Xbox Sale ergattert habe. Nachdem ich allerdings damals im Game Pass schon nicht wirklich ins Spiel kam, blieb auch beim erneuten Versuch der Klick gänzlich aus. Ich liebe den ersten Teil, kann aber mit dem Kontrollschema des Nachfolgers einfach nichts mehr anfangen. Dieser Fokus auf Yaw, das horizontale Drehen um die eigene Achse, passt für mich einfach gar nicht zu Weltraumspielen. Ich kann mit Pitch und Roll sehr wohl behände durchs All fliegen. Sorry, aber ich finde das Gelenke in Space Sims, als säße ich in einem Auto, einfach sehr befremdlich. Doof. Irgendwann gucke ich mir das nochmal an und schaue, ob ich das Steuerungsdebakel vielleicht doch noch in den Griff kriege.

Bis dahin ignoriere ich die eine halbe Space Sim und wendete mich der anderen halben Space Sim zu, bei der ich ebenfalls nur wie in einem Auto lenken kann: Star Trucker. Hier macht es aber auch Sinn und fühlt sich richtig an, denn ich fahre ja sprichwörtlich einen LKW im All und der ist so schwerfällig, dass es irgendwie wieder passt. Und es hat mich endlich so richtig gepackt! Meine Fresse hat das lange gedauert. Ich kann sehr hartnäckig sein und bei dieser außergewöhnlichen Ersatzteil-Regal-Simulation hat es sich wieder einmal gelohnt.
Irgendwie hatte ich nämlich genug Jobs gegrindet und mich mit einer Fülle an Ersatzteilen eingedeckt, sodass ich den seltsamen Survival Aspekt endlich mal vergessen konnte. Für's erste zumindest. Eingeholt hat mich der Wahnsinn immer noch gelegentlich. Zum Beispiel, als mein Cockpit laufend Sauerstoff verlor, ich aber keine verstopften Filter oder gar Lecks entdecken konnte. Es stellte sich heraus, dass ich vergessen (oder verdrängt) habe, dass Ersatzteile in Star Trucker nicht nur eine stetig abnehmende Leistung, sondern auch noch eine Lebensdauer haben. Und ich hatte zwei Luftfilter, die zwar noch zu 50 Prozent liefen, aber längst das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben. Was. Zum. Feck!? Das ist so, als würde eine Batterie kaputt gehen, bevor sie das erste Mal leer ist. Das geht dann doch zu weit, aber sei es drum. Ich zitiere aus dem Blogeintrag zu einem zukünftigen Update:
Allowing players to enjoy the game however they want has been a pretty core thing for us, be it roleplaying as a trucker or trying to survive the harshness of space - so alongside Free Play we’ve also been looking at ways of disabling systems such as power consumption and system degradation. Hopefully we’ll be able to roll some of these new options out soon.
Da tuen sie gut dran. Ich habe trotzdem alle Missionen für drei von fünf NPCs erledigt und nähere mich langsam aber sicher dem Ende des Spiels. Also der Story, denn danach geht es ja erst richtig los und ich kann endlich machen was ich will. Ich freue mich drauf. Am Ende des letzten Jahres war Star Trucker meine Enttäuschung im Jahresrückblick und ich freue mich, dass das Entwickler-Duo das Steuer mit etwas Tuning herumreißen konnte 👍
An viel Zeit außerhalb Star Truckers kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern. Auf Paramount haben wir diese Woche aber die erste Staffel von Yellowjackets beendet und die hat uns sehr gut gefallen. Gut, dass wir noch zwei Staffeln vor uns haben, die wir auch direkt im Anschluss weiterschauen werden.
Auf Netflix haben wir außerdem Gareth Evans’ neuen Film Havoc mit Tom Hardy in der Hauptrolle geschaut. Der Name ist Programm. Sehr brutale Neunziger Jahre John Woo-like Hong Kong Action mit der obligatorisch außergewöhnlicher Gareth-Evans-Kinetik und dermaßen vielen Toten, dass auch ganz sicher alle Zuschauer*innen nach spätestens 60 Minuten komplett abgestumpft sind. Joah. Kann man mal machen. Habe ich aber jetzt schon wieder komplett vergessen.

Am Mittwoch haben wir zum zweiten Mal mit unserer Party Die Schwarze Katze gespielt. Den Drachen haben unsere flauschigen Zweibeiner immerhin schon mal soweit versohlt, dass dieser erstmal Reißaus nehmen musste. Und im Gegensatz zur ersten Runde konnte mein verschlafener Kater auch endlich mal ein paar Treffer austeilen. Ich freue mich schon auf das dritte Kapitel und hoffe, dass mir mein neu erworbener Dolch mehr Glück bringt als der olle Stab, mit dem ich bis hierher vor allem vorbeigeschlagen habe 🤞
Noch 39 Tage bis zur Switch 2.
Bis dahin.
Alerta, alerta, antifascista! ✊